Donnersbergkreis Kreis-Vertreter geht die Kraft aus

«GÖLLHEIM.» Die TSG Bretzenheim hat ihren Futsal-Südwestmeister-Titel verteidigt: Die Mainzer gewannen am Sonntagabend in der Göllheimer Hans-Appel-Halle das Finale gegen den SC Idar-Oberstein mit 6:4 nach Sechsmeterschießen.
Die rund 40 Zuschauer sahen ein spannendes Endspiel. Nach regulärer Spielzeit hatte es zwischen beiden Finalgegnern noch 2:2 gestanden. Idar-Oberstein, das im Halbfinale den FSV Schifferstadt mit 4:3 nach Sechsmeterschießen besiegt hatte, lag in der dreiminütigen Verlängerung 1,3 Sekunden vor Schluss mit 3:2 in Front. Doch quasi mit dem letzten Schuss gelang dem Bretzenheimer Torwart Christian Wölfelschneider der Ausgleich. Im anschließenden Sechsmeterschießen avancierte der TSG-Keeper mit einer Parade zum Matchwinner. „Wir haben immer an den Titel geglaubt“, sagte Wölfelschneider. Die Bretzenheimer sind eine reine Futsalmeisterschaft. Weil es im Südwestverband keine eigene Liga gibt, spielen sie in der Hessenliga regelmäßig von Herbst bis Frühling eine Runde. „Zwei Jungs spielen noch Fußball bei der TSG, zwei kicken in Mombach, aber beim Rest handelt es sich um reine Futsalspieler“, erzählte Wölfelschneider. „Wir haben den Südwest-Titel zum dritten Mal gewonnen, im vergangenen Jahr wurden wir bei den Regionalmeisterschaften Zweite. Mal schauen, was diesmal geht. Die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ist natürlich das Ziel.“ Die Spielweise der Bretzenheimer war effizient: Die TSG ließ hinten wenig zu, schaffte es immer wieder mit gutem Stellungsspiel und Passsicherheit, die gegnerischen Teams unter Druck zu setzen. Und: Die Zweikämpfe wurden allesamt hart, aber im Rahmen des Erlaubten geführt. Damit hatten andere Teams mehr Probleme. Im Halbfinale gegen Meisenheim musste ein TSG’ler dann aber doch mit Rot vom Feld: Nach einer harten Grätsche seines Gegenspielers von hinten ließ sich der Bretzenheimer zu einem Schubsen hinreißen ließ. Es kam zur Rudelbildung, zwei Meisenheimer sahen ebenfalls Rot. Sonst blieb alles fair. „Wir waren von den Stadtmeisterschaften noch platt“, gestand Christopher Lamprecht, Spielertrainer des VfR Kaiserslautern, der sich im Fußballkreis Kaiserslautern-Donnersberg für die Südwest-Meisterschaft qualifiziert hatte. Die Lauterer, Zweiter der Stadtmeisterschaft, verloren ihr erstes Gruppenspiel gegen den TSV Gundheim mit 1:2 und kassierten gegen den FSV Schifferstadt eine 1:4-Schlappe. Die Erfolge gegen den SVN Zweibrücken (4:1) und die SG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach (6:3) kamen zu spät. „Wir haben schlecht begonnen und gut aufgehört. Schade, man hat spät gesehen, was drin gewesen wäre, wenn wir fitter gewesen wären“, so Lamprecht, der schmunzelnd anfügte: „Eine eigene Futsaltruppe? Nein, dafür haben wir zu viele linke Füße im Team.“ Die SG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach gewann das Spiel um Platz drei gegen den FSV Schifferstadt 5:3. Bretzenheims Wölfelschneider wurde von den Trainern aller zehn Teams zum besten Torhüter, der Meisenheimer Leon Walter zum besten Spieler der Futsal-Meisterschaften gewählt. Die besten Fans hatte die SG Meisenheim in die Hans-Appel-Halle mitgebracht. Mit einer Trommel und einer Sirene machten sie mächtig Stimmung. Die Offiziellen des Fußballkreises Kaiserslautern-Donnersberg um ihren Vorsitzenden Udo Schöneberger sorgten für einen reibungslosen Turnierablauf. So spielten sie Vorrunde, Gruppe A: 1. TSG Bretzenheim 12 Punkte/12:1 Tore, 2. SC Idar-Oberstein 7/8:7, 3. VfL Essingen 6/11:10, 4. VfB Reichenbach 4/11:11, 5. SW Ludwigshafen 0/6:19. Gruppe B: 1. FSV Schifferstadt 10 Punkte, 15:4 Tore, 2. SG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach 7/15:8, 3. VfR Kaiserslautern 6/12:10, 4. SVN Zweibrücken 3/8:9, 5. TSV Gundheim 3/4:23. Halbfinale: TSG Bretzenheim - SG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach 2:0, FSV Schifferstadt - SC Idar-Oberstein 3:4 nach Sechsmeterschießen. Spiel um Platz drei: FSV Schifferstadt - Meisenheim 3:5. Finale: TSG Bretzenheim - SC Idar-Oberstein 6:4 nach Sechsmeterschießen.