Rockenhausen
Kreatives Kunsthandwerk in der Donnersberghalle
Bereits im Eingangsbereich erwartete die Besucher ein erster Eindruck vom vielfältigen Angebot an den Ständen. Rund 40 Aussteller hatten sich für den Markt angemeldet. Im vergangenen Jahr hatte dieser noch coronabedingt mit einem etwas verkleinerten Händlerangebot stattgefunden. Auch in diesem Jahr galt wieder die Maßgabe, dass jedes Handwerk möglichst nur einmal vertreten sein sollte und grundsätzlich von hochwertiger Qualität. So reichte das kreative Angebot von Drechsel- und Handarbeiten, Deko-Objekten über Ölmalereien bis zu Metall- und Lichtobjekten aller Art und Couleur. Beim Rundgang über die Ausstellung hatte man zudem an vielen Ständen auch Gelegenheit, den Künstlern beim Anfertigen ihrer Stücke über die Schulter zu schauen.
Zum zweiten Mal zu Gast in Rockenhausen
Monika Altherr aus Ramstein beispielsweise hat sich auf das Fertigen von buntbemalten Holzobjekten spezialisiert. Seit zehn Jahren bietet sie ihre Arbeiten zum Verkauf an. Die Motive der Dekorationsobjekte können von Kunden vorgegeben werden. Im Anschluss werden diese nach den Vorgaben ausgesägt und bemalt. Oft seien es Wünsche für Kinderzimmer, die meist mit Vornamen der Kinder individualisiert werden. Ihre Handwerkskunst, die in Amerika seit sehr vielen Jahren Tradition hat, habe sie ursprünglich rein als Hobby ausgeübt und auch bei einer Amerikanerin erlernt, erzählt sie. Mittlerweile betreibt sie ihre Kunst professionell. Das Anfertigen der Sägearbeiten sei aber sehr zeitaufwendig und auch recht teuer. Daher gehe sie nur auf wenige Märkte, um mehr Zeit für die Produktion ihrer Objekte zu haben. In Rockenhausen macht sie in diesem Jahr zum zweiten Mal Station.
Nachbildung der Himmelsscheibe von Nebra
Jan Rappl aus Kirchheimbolanden hat sich an seinem Stand der Vorführung einer besonderen Goldschmiedekunst und einer großen Aufgabe gewidmet: der ziselierten Nachbildung der bekannten „Himmelsscheibe von Nebra“. Die uralte Technik der Goldschmiedekunst sei besonders aufwendig und teuer, erklärt er. Entsprechend selten werde diese eingesetzt. Mit sogenannten „Bunzen“, einer Art kleiner Meißel in verschiedenen Größen, wird das Muster für das Design mit dem Hammer in eine Edelmetallscheibe getrieben. Für das Anfertigen der Nachbildung an seinem Stand hat er sich beide Markttage vorgenommen. So kann er interessierten Besuchern möglichst viel Gelegenheit zum Erleben der Handwerkskunst bieten. „Mal schauen, wie weit ich komme,“ zeigt er sich von der Herausforderung und Technik begeistert.
Die Käufer halten sich dieses Jahr zurück
Bianca Oehler, mit ihrem Stand für Wärmekissen in allen Größen und Farben in der Halle vertreten, stellt hinsichtlich des Kaufverhaltens allerdings einen eindeutigen Trend fest. Dies sei „doch in diesem Jahr vergleichsweise verhalten. Man merkt, dass die Leute genau schauen, für was sie in der aktuellen Situation ihr Geld ausgeben“. Standbetreiber Martin Hartwig aus Breunigweiler, der Metallobjekte und Leuchtsterne anbietet, äußert sich ähnlich. Der junge Kunsthandwerker hat sich für seinen Stand sogar die familiäre Unterstützung gleich dreier Generationen gesichert: Für die kleine Tochter war eigens die Oma mitangereist, um der jungen Familie als Babysitterin vor Ort zur Verfügung zu stehen.
Am Sonntag fand in der autofreien Innenstadt von Rockenhausen zudem noch der Oktobermarkt statt. Die Geschäfte hatten ab 13 Uhr zum Shopping geöffnet.