Donnersbergkreis Kräfte sammeln in der Winterpause

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WINNWEILER. Nach 19 Spieltagen der Saison 2016/17 gehen die Kicker des ASV Winnweiler in die verdiente dreimonatige Winterpause. Da kann der Verbandsligist relativ entspannt frische Kräfte tanken, um im neuen Jahr die Weichen frühzeitig auf Klassenerhalt zu stellen.

Das scheint, wie auch in der Verbandsliga-Premierensaison vor einem Jahr, durchaus möglich. Vor Jahresfrist belegte der ASV mit 23 Punkten Platz elf, aktuell sind es 22 Punkte und Platz zehn. Sieht alles relativ gesichert aus, der erste Abstiegsplatz, bei möglichen vier Absteigern, ist aber nur vier Punkte entfernt. Alles im grünen Bereich aber kein Grund, die Füße hochzulegen. Das hat ASV-Trainer Jürgen Giehl seinen Spielern mit in die Winterpause gegeben, fordert Eigeninitiative schon vor dem Start der Vorbereitung auf die Restsaison. Der bisherige Saisonverlauf glich einem Wellental. Nach Rückschlägen hat sich der ASV aber immer wieder erholt und ist zurückgekommen. „Das zeigt, dass die Mannschaft charakterstark ist, immer wieder aufsteht und an sich glaubt“, lobt Jürgen Giehl. Zum Saisonauftakt gab es drei Niederlagen am Stück, darunter ein 2:6 in Rieschweiler. Dann der mühsame erste Saisonsieg (1:0 gegen Mombach), dem das 0:9-Debakel in Bingen folgte. Spätestens jetzt traten die ersten Skeptiker auf den Plan und sprachen dem ASV die Verbandsliga-Tauglichkeit ab. Doch die Mannschaft gab die passende Antwort, schoss im nächsten Heimspiel Bad Kreuznach mit 4:0 vom Kunstrasen. „Wir sind insgesamt als Mannschaft gereift“, sagt Giehl, ergänzt aber: „Das hat sich leider nicht immer in den Ergebnissen niedergeschlagen. In der letzten Saison war das alles noch Neuland für uns, doch da hat die Mannschaft gesehen, dass sie mithalten kann.“ Ein Problem in dieser Saison ist die Gegentorflut. Schon 55 Mal ist der Ball in den bisherigen 19 Spielen im Netz des ASV gelandet. Davon allein 40 Mal in den Auswärtsspielen. Das zeigt, dass der ASV auch in dieser Saison auswärts noch nicht wirklich zum Zuge gekommen ist. Doch es hätte ganz anders laufen können. „Wir sind mit der Überzeugung nach Waldalgesheim gefahren, um dort zu gewinnen“, sagt der Trainer mit Blick auf den Saisonstart. Tatsächlich führte der ASV bei der Alemannia lange mit 3:1, um in den Schlussminuten noch 3:4 zu verlieren. Hätte, wenn und aber ... Ein weiterer Rückschlag war sicher die schwere Schulterverletzung von Torhüter Robin Assel am achten Spieltag. Er wird seither von seinem Trainer Gerd Hanauer (51) vertreten. Giehl betont noch einmal ausdrücklich, dass die Gegentorflut nicht an dieser Tatsache festzumachen ist. „Gerd hat das gut gemacht. Wir müssen in der Defensive einfach besser stehen, und das fängt schon vorne an. In einigen Spielen hat dann nach Rückschlägen am Ende auch die Überzeugung gefehlt, und die Niederlagen wurden richtig heftig.“ Erfreulich ist aber, dass die Genesung von Assel gut voranschreitet und Hoffnung auf Einsätze im neuen Jahr bestehen. Ein Problem der bisherigen Spielzeit war sicherlich auch der enge Spielerkader, weil der ASV ständig mit Ausfällen zu kämpfen hatte. Das will Giehl aber nicht zu hoch hängen. „Das hat vielleicht auch eine Rolle gespielt, war aber nicht so entscheidend. Wir sind immer mit elf Mann aufgelaufen. Dadurch sind auch viele Nachwuchsspieler näher rangerückt und haben auch vom Kopf her gemerkt, dass sie den Sprung in die Verbandsliga schaffen können.“ „Dass wir vor der Winterpause noch vier Punkte geholt haben, war wichtig. Wir können mit der momentanen Situation ganz gut leben“, betont Jürgen Giehl. Mit Blick auf den Start im März sagt er dann noch: „Gegen Bingen haben wir ja noch etwas gut zu machen, und bis dahin sollten alle Blessuren ausgeheilt sein.“

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