Donnersbergkreis Konzept gegen zunehmenden Zerfall

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Ob und in welcher Weise das ehemalige Winnweilerer Bahnhofsgebäude wieder einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden kann, hängt in erheblichem Maße von möglichen Zuschüssen aus Förderprogrammen ab. Darin waren sich die Mitglieder des Winnweilerer Ortsgemeinderates einig. Diese hatten sich auf Antrag der SPD-Fraktion mit der in den vergangenen Jahren immer mehr herunterkommenden Immobilie beschäftigt. Nun sollen mit dem Eigentümer Kaufverhandlungen geführt und zudem ein breit gefächertes Nutzungskonzept erarbeitet werden. Dieses könnte auch das frühere Bahnhofshotel („Bierkrug“) und ein Betriebsgebäude in direkter Nähe mit einbeziehen.

Das Gebäude befinde sich in einem inakzeptablen Zustand, betonte Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU). Es wurde vor etlichen Jahren von der Bahn an eine Privatperson aus Winnweiler verkauft. Lange Zeit waren das Erdgeschoss als Verkaufsflächen und die darüber liegenden Flächen zu Wohnzwecken vermietet. Doch seit einigen Jahren steht das Gebäude offensichtlich komplett leer und verkommt immer mehr. „Es muss das Ziel sein, dieses Gebäude zu sanieren und sinnvoll zu nutzen“, sagte Jacob. Den Beratungen zugrunde lag ein Antrag der SPD. Darin heißt es: „Bahnhöfe sind grundsätzlich die Eingangstür in eine Gemeinde.“ Durch sie würden Regionen erschlossen und miteinander vernetzt, sie seien wesentlicher Bestandteil einer regionalen Infrastruktur. Daher sollten bestehende Bahnhöfe erhalten, gepflegt und ausgebaut werden. Hinzu komme, dass im Bahnhofsbereich 2008/09 durch die Neugestaltung der Bahnsteige erhebliche Verbesserungen vorgenommen worden seien – doch „das ehemalige Bahnhofsgebäude steht unverändert marode da“, so die SPD. Das frühere Bahnhofshotel, das viele Jahre unter dem Namen „Bierkrug“ firmierte, und das benachbarte ehemalige Stellwerk würden derzeit ebenfalls nicht genutzt. Deshalb wäre eine Gesamtbetrachtung angepasst, um den Bahnhof und sein Umfeld wieder mit Leben zu füllen. Dazu machte die SPD konkrete Vorschläge. So sollten mit dem Eigentümer Kaufverhandlungen aufgenommen und parallel dazu ein Nutzungskonzept erarbeitet werden. Denkbar sei das Schaffen touristischer Reize und ein Treffpunkt für die Bürger, etwa ein „Café am Bahnhof“. Das Obergeschoss könnte wieder Wohnzwecken zugeführt werden. Auch für die Nebengebäude sind eine Reihe potenzieller Verwendungsmöglichkeiten genannt worden – etwa die Einrichtung einer „Tafel“, einer Kleiderkammer oder eines Jugendtreffs. Jacob sagte dazu, dass ein Jugendtreff bereits vorhanden sei. Ferner finanziere die Verbandsgemeinde Winnweiler die bestehende „Tafel“ in Rockenhausen mit, auch nutzten Einwohner aus Winnweiler die gut funktionierende Kleiderkammer. Aus seiner Sicht sei es daher sinnvoll, zunächst ein breit gefächertes Nutzungskonzept zu erarbeiten. (mwl)

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