Donnersbergkreis Kommentar: Verhältnisse zementiert

Die Winnweilerer sind insgesamt zufrieden, wie’s in ihrer Gemeinde läuft: Was sich bei der Urwahl des Ortsbürgermeisters mit dem Erfolg des Amtsinhabers Rudolf Jacob bereits abgezeichnet hat, findet in der Gemeinderatswahl ihre Fortsetzung. Diese hat die politischen Kräfteverhältnisse im Rat zementiert. Pech für die SPD und die Bündnis-Grünen, dass ihre Zugewinne von mehr als zwei Prozentpunkten nicht mit einem weiteren Sitz belohnt worden sind. Für die SPD scheint sich immerhin hier die Bürgermeister-Kandidatur des Routiniers Rudolf Franzmann als Stimmen-Zugpferd ausgezahlt zu haben. Von dem Ergebnis der letzten Wahl unter Robert Simon im Jahr 2004 (42,1 Prozent) sind die Sozialdemokraten aber noch weit entfernt. Dafür braucht die Winnweilerer SPD wohl zunächst personelle Kontinuität an der Spitze – und eine mehr als nur kurzfristige Perspektive. Beachtlich das Abschneiden der Grünen, die auf relativ hohen Niveau nochmals zugelegt haben. Die CDU profitiert als „Regierungspartei“ von der genannten allgemeinen Zufriedenheit der Bürger – und hat sich nun auch offiziell von der FDP den Sitz geholt, den Christopher Ströhla mit seinem Wechsel von den Liberalen zur CDU in der laufenden Legislaturperiode „mitgenommen“ hatte (siehe Kommentar zum VG-Rat Winnweiler auf Lokalseite 5). Der Verlust schmerzt die FDP auch deshalb, weil mit Christian Ritzmann ein Urgestein sein Engagement mehr auf die Kreispolitik lenken wollte und sich deshalb aus dem Rat zurückgezogen hat. Dass er dennoch auf der FDP-Liste zur Gemeinderatswahl von Platz zwölf auf drei nach vorne gewählt worden ist, zeigt die Lücke, die er in der Fraktion hinterlassen hat. Auf die beiden verbliebenen Liberalen – laut Ergebnis der erfahrene Karl Folz und die noch recht junge Liesa Ritzmann – wartet keine leichte Aufgabe.