Fußball
Knifflige Aufgabe für TuS Rüssingen in der Verbandsliga gegen Gau-Odernheim
Nach den ersten vier Punkten, die die Rüssinger in dieser Saison geholt haben, gab es zuletzt wieder einen Rückschritt. Bei den zwei Niederlagen (2:4 in Steinbach und 0:3 in Offenbach) war der TuS zwar nicht gänzlich ohne Chance, aber am Ende sprang einmal mehr nichts Zählbares heraus. Jetzt wollen es die Männer von Trainer Behcet Öztürk gegen den TSV Gau-Odernheim probieren.
Das klingt für den Tabellenletzten gegen den aktuellen Tabellendritten zunächst wie ein unmögliches Unterfangen. Doch schon gegen Basara Mainz und Marienborn, gegen die man oben erwähnten vier Punkte geholt hat und die zu dem Zeitpunkt jeweils Tabellensechster waren, hat der TuS gezeigt, dass er sich gegen vermeintliche Favoriten leichter tut, als gegen Mannschaften die man eher auf dem eigenen Leistungsniveau erwartet. Aber gegen die rheinhessische Torfabrik, die im Schnitt mehr als drei Tore pro Spiel erzielt, ist das noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Das weiß natürlich auch Öztürk, der nach wie vor mit großen personellen Problemen zu kämpfen hat. Zuletzt hatte er öfter Mal nur einen Feldspieler auf der Bank und konnte damit auf den Spielverlauf nicht wirklich reagieren. Ob sich das bis Sonntag kurzfristig ändert, scheint fraglich.
Gegner seit acht Spielen ungeschlagen
Trotzdem wollen die Rüssinger die Punkte natürlich nicht freiwillig hergeben, auch wenn der Trainer mit der Leistung beim 0:3 am Sonntag vor einer Woche in Offenbach nicht zufrieden war. „Die Körpersprache hat da nicht immer gestimmt. Wir waren im Kopf einfach nicht komplett da. Vielleicht auch, weil wir drei Tage vorher das intensive Spiel in Steinbach hatten“, blickt er zurück. Jetzt hatten er und seine Mannschaft eine komplette Woche zur Regeneration und können mit neuer Kraft die äußerst knifflige Aufgabe angehen.
Die Rheinhessen sind seit acht Spielen ungeschlagen, haben dabei 27 Tore erzielt. Und man hält es kaum für möglich, darunter war auch ein 0:0. Man kann die Offensive des TSV um Fabio Moreno Fell, der mit 24 Toren die Torschützenliste anführt und damit 15 Treffer mehr als der Zweitplatzierte hat, also in Schach halten. Dazu bedarf es aber einer konzentrierten Abwehrleistung, wie sie der TuS aber in dieser Saison nicht allzu oft präsentieret hat, wie die 56 Gegentore anschaulich nachweisen.
Allerdings hat sich das in den letzten Wochen gebessert, wie Öztürk festgestellt hat. Laut seiner Meinung hat man jetzt ein System gefunden, dass die Mannschaft besser umsetzen kann und „wir sind nicht mehr so naiv wie in den ersten Spielen“. Das macht ihm auch Hoffnung für Sonntag.