Donnersbergkreis Kleine und große Schatzsucher

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Dass die Bergbautage in Imsbach international sind, war am Sonntag unüberhörbar. Mittlerweile werden englischsprachige Führungen durch die Gruben angeboten. Das zur Freude einiger Amerikaner, die das Angebot annahmen. Aber auch die anderen Besucher kamen im Bergbaudorf auf ihre Kosten – und fanden angenehme Abkühlung in der Hitze.

Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke gibt es durchaus Alternativen zu einem Schwimmbad. Das konnten am Sonntag die Besucher der Bergbautage in Imsbach erfahren. Bei Temperaturen um 15 Grad in den Stollen war es nicht nur richtig frisch, die Gäste erfuhren auch viel Interessantes über den Bergbau am Donnersberg. Dennoch war wohl die Hitze außerhalb der Gruben daran schuld, dass der Besuch nicht so gut wie in den vergangenen Jahren war. Zu entdecken gab es auch in diesem Jahr wieder einiges – insbesondere für Kinder. Da war zum Beispiel eine kleine Schatzsuche im Sand. Hatte man da alle Edelsteine gefunden, durfte man diese behalten und bekam zusätzlich noch eine Kleinigkeit geschenkt. Außerdem durften die Kleinen sich an größeren, vererzten Steinbrocken austoben. Die darin enthaltenen Mineralien konnten gleich nebenan unter dem Mikroskop bestimmt werden. Thomas Schindler erklärte den Kindern, welche verschiedenen Erze sie an den Steinen gefunden hatten. Jede Färbung weist auf ein bestimmtes Erz hin. Die kleinen Schatzsucher klopften mit einem regen Eifer solange an den Steinen, bis sie endlich glaubten eine besondere Entdeckung gemacht zu haben. Auch für die großen Schatzsucher und Bergbauinteressierten gab es viel zu erleben. Benno Rahm erklärte die ersten Arbeitsschritte bei der Gewinnung von Eisenerz. Zuerst müssen die Steine im Feuer „geröstet“ werden. Dadurch verlieren diese sämtliches Wasser und werden „mürbe“ oder spröde. Danach lassen sie sich leichter „pochen“ – mit dem Hammer zerkleinern. Die „Steinchen“ werden dann in den Rennofen im Wechsel mit Kohle geschichtet und zum Schmelzen gebracht. Wolf-Gerd Frey hat einen Rennofen selbst gebaut, eine Vorrichtung zum Gewinnen von Eisen aus Eisenerz. Seit Beginn der Bergbautage experimentiert er nun schon. Jedes Jahr möchte er die heiß begehrte „Luppe“. Luppe wird das gewonnene Eisenerz genannt. Der Rennofen wird nach keltisch-römischer Weise gebaut. „Es sind Kleinigkeiten, an denen es hängen kann, um endlich die Luppe aus dem Brennvorgang zu erhalten. Wichtig ist es uns, regionale Erze zu benutzen“, erzählte Frey. „In diesem Jahr hatten wir Eisenerz aus dem Stumpfwald bei Kaiserslautern. Dieser hat mehr Quarz im Gegensatz zu dem aus Imsbach, welcher mehr Manganerz besitzt“, erklärte Frey. Der Höhepunkt ist die Öffnung des Rennofens. Alexander Zahn, ein Schmied aus Ebertsheim, erklärte, wie die Luppe dann weiterverarbeitet wird. Diese wird in verschiedenen Schmelz- und Schmiedeprozessen von der Schlacke befreit um so an das Eisen zu kommen. Bisher wurde die begehrte Luppe in Imsbach noch nicht bei den Bergbautagen produziert. Trotzdem gibt es Frey nicht auf. Da in Imsbach hauptsächlich Kupfer im Bergbau gewonnen wurde, erklärte Bernd Bühler anschaulich die verschiedenen Vorgehensweisen der Gewinnung. Mit Hilfe seines kleinen Labors zeigte er, wie aus den Steinen noch die kleinsten Mengen vom begehrten Kupfer herausgezogen werden können. (gom)

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