Donnersbergkreis Klassiker im Rock-Gewand

91-88526769.jpg

FALKENSTEIN. Wenn sich Rock und Party mit Hits aus den 70er bis 90er Jahren und einer Burgkulisse vereinen, und das an einem der vielleicht letzten warmen Sommerabende, dann ergibt das eine besondere Atmosphäre. Zum zweiten Mal spielte die Rockband „Final Mask“ in einem Open-Air-Konzert in Falkenstein vor der Burgruine ihre Coversongs, dieses Mal unter dem Titel „Rock und Party im Amphitheater“. Knapp 100 Besucher kamen.

Unter dem Motto „verrockt!“ covern Sänger und Gitarrist Michael Sauer, Bassist Thorsten Wolf und Schlagzeuger Jörg Engel bekannte Lieder in Englisch und Deutsch der 70er bis 90er Jahre, darunter Stücke wie „It“s raining men“, „Männer“, „Let’s twist again“ oder Hits der Neuen Deutschen Welle, und geben ihnen eine eigene, eine vor allem rockige Note. Eine interessante Mischung, die auch von der ausdrucksstarken Stimme Sauers getragen wird. Die Band aus Winnweiler spielt seit einigen Jahren zusammen. Der Name entstand eher zufällig. Sauer wollte etwas mit „Mask“, Engel etwas mit „Final“, so wurde das einfach zusammengelegt und heraus kam „Final Mask“. Seit wenigen Tagen gibt es übrigens Zuwachs in der „Final Mask“-Familie: Wolf sei Vater geworden, verkündet Sauer stolz ins Mikrofon bei einer kurzen Liedpause. Besonders macht den Auftritt der Band, dass die Klassiker, die interpretiert werden, immer noch gut erkennbar sind, aber eben doch in einer etwas anderen, spannenden Version daherkommen. Das kommt gut an, weil es Abwechslung bringt und doch gleichzeitig das Mitsingen ermöglicht und dazu einlädt. Ständig wird das Programm erweitert, zum Beispiel mit Liedern wie „Sexy“ oder Udo Jürgens’ „Aber bitte mit Sahne“. Auch auf die Wünsche des Publikums wird eingegangen, wenn man sich an die Band wendet. Mitsingen, Mitklatschen, Mitwippen: Das Publikum ist von Anfang an mit dabei und genießt den Abend. Nur zum Tanzen vor der Band traut sich fast keiner. Zwei junge Mädels ergreifen die Chance, sich zu „Sexbomb“ zu präsentieren und werden von Sänger Sauer kurzerhand zu den zwei „sexiest girls“ von Falkenstein erklärt. Die anderen tanzen dann doch lieber auf ihren Plätzen oder bevorzugen es, den Takt mit dem Fuß mitzuklopfen. Trotz der Schüchternheit beim Tanzen ist die Stimmung auf den Rängen von Anfang an richtig gut, auch wenn nicht so viele Zuschauer wie erwartet gekommen sind. Einige Falkensteiner haben die Chance ergriffen, das Konzert an ihrer Burg zu besuchen. „Das muss man ausnutzen“, ist zu hören – auch wenn sie die Band davor noch nicht kannten, erfreuten sie sich an der guten Musik und der guten Stimmung. „Wir hätten schon mit mehr Zuschauern gerechnet“, sagt Michael Sauer, „letztes Jahr waren nämlich doppelt so viele Leute da“. Trotzdem zeigt sich die Band zufrieden: „Vom Publikum her war das richtig gut heute. Die haben richtig schön mitgemacht und waren top zufrieden.“ So wurde auch die zweite Pause gestrichen, weil das Publikum gar nicht genug bekommen konnte. Mit zwei Zugaben war dann auch erst um Viertel vor zwölf Schluss. Auch der besondere Rahmen gefällt Jörg Engel jedes Mal aufs Neue: „Vor der Burg zu spielen schafft einfach eine besondere Atmosphäre, auch für uns als Band. Das ist ein Ort mit ganz besonderem Flair.“ „Final Mask“ würde gerne nächstes Jahr wieder nach Falkenstein kommen, wenn das vom Veranstalter her passt. Sie würden sich wünschen, dann wieder im Juni aufzutreten, weil da doch mit mehr Zuschauern zu rechnen wäre. Für dieses Jahr stehen noch zwei Weinkerwen auf dem Programm, und dann wird die Tour fürs nächste Jahr geplant.

x