Donnersbergkreis Kita-Schutzhütte von Feuer zerstört
Eine vom Münchweilerer Waldkindergarten genutzte Schutzhütte ist am Sonntagabend vollständig abgebrannt. Der auf Gonbacher Gemarkung – rund 500 Meter von der Wohnbebauung entfernt – gelegene Unterstand hatte gegen 20.45 Uhr Feuer gefangen. Die Ursache ist bislang unklar, allerdings geht die Polizei derzeit von fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung aus. Die Kaiserslauterer Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Auswirkungen auf den Betrieb der Kita hat der Brand nicht, teilte der Winnweilerer VG-Bürgermeister Rudolf Jacob auf RHEINPFALZ-Anfrage mit.
Ein in der Nähe wohnender Zeuge hat nach Polizeiangaben am Sonntag kurz vor 21 Uhr Rauch auf dem Gelände des Waldkindergartens wahrgenommen und nachgesehen. Dabei hat der Mann entdeckt, dass die Hütte bereits lichterloh brannte. Die sofort verständigte Feuerwehr konnte das an den Außenseiten offene Gebäude zwar nicht retten, aber ein Übergreifen der Flammen auf die umliegende Vegetation sowie auf einen in der Nähe stehenden Bauwagen und einen als Lager genutzten Container verhindern. Dazu haben rund 35 Wehrleute aus Gonbach, Münchweiler und Winnweiler den Brand von drei Seiten bekämpft – zwölf bis 15 Kubikmeter Wasser sind dabei abgegeben worden, teilt die Winnweilerer Stützpunktwehr auf ihrer Homepage mit. Ferner haben die Einsatzkräfte in der Nacht auf Montag das Areal mehrfach kontrolliert, um ein Wiederentzünden von Glutnestern zu unterbinden. Die Hütte ist allerdings vollständig zerstört worden; den Sachschaden schätzt die Polizei auf 15.000 Euro. Sie untersucht nun, wieso das Feuer ausgebrochen ist. Gestern Vormittag haben Beamte der Kaiserslauterer Kripo den Brandort in Augenschein genommen. Ersten Ermittlungen zufolge sei das Grundstück mit der Holzhütte frei zugänglich, auf dem Gelände befinde sich auch eine Feuerstelle. Ob sich dort am Sonntagabend (unbefugt) Personen aufgehalten haben, sei derzeit noch unklar, so die Polizei. Sie bittet mögliche Zeugen um Hinweise: Wer am späten Sonntagnachmittag oder am Abend Personen im Bereich des Waldes „Am Hohlstein“ gesehen oder sonstige verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich unter 0631 369-2620 melden. Dessen ungeachtet läuft der Betrieb des Waldkindergartens normal weiter. „Wir haben die Brandstelle mit Bauzäunen gesichert, damit keine Gefährdung für die Kinder besteht“, betonte Verbandsbürgermeister Rudolf Jacob. Ohnehin hätten sich die kleinen Kita-Besucher und ihre Erzieherinnen in den vergangenen Monaten weitgehend auf einem anderen, Luftlinie rund 100 Meter entfernten Gelände aufgehalten: Dort war im Vorjahr eine mongolische Jurte – eine Art Mix zwischen einer Hütte und einem Zelt – errichtet worden, die vor allem in der kalten Jahreszeit Schutz bietet. Vorrangiges Ziel sei nun, den Brandschutt so schnell wie möglich von einer Fachfirma entsorgen zu lassen, sagte Jacob weiter. „Danach werden wir mit der Leitung des Waldkindergartens besprechen, ob – und wenn ja, in welcher Weise – wir an dieser Stelle wieder eine Überdachung errichten lassen.“