Donnersbergkreis Kirchheimbolanden: Kindertagesstätte wird vergrößert

Die Kindertagesstätte „Louhans“ in Kirchheimbolanden soll einen 400 Quadratmeter großen Anbau erhalten.  Foto: Stepan
Die Kindertagesstätte »Louhans« in Kirchheimbolanden soll einen 400 Quadratmeter großen Anbau erhalten.

Einen insgesamt 400 Quadratmeter großen Anbau soll die Kirchheimbolander Kindertagesstätte „Louhans“ erhalten. Auf eine solche Variante hat sich der Bauausschuss der Stadt verständigt. Auf rund 1,77 Millionen Euro werden die Kosten für die Maßnahme geschätzt, zu der auch Arbeiten in dem bestehenden Gebäude gehören.

Brandschutz und Platzmangel



Dass der Stadt hier ein weiteres Großprojekt bevorsteht, war den Mitgliedern des Ausschusses bereits bekannt. Neben Brandschutz ist vor allen Dingen der Platzmangel ein großes Problem, wie Architekt Manfred Brandt erläuterte. Der Hauptteil des Gebäudes sei in den 1960er Jahren gebaut worden. „Es gibt einen Sanierungsstau“, so der Architekt. Besonders mit Blick auf die Ganztagsbetreuung benötige man mehr Fläche. Ein großes Thema sei auch die Küche. „In der kleinen Haushaltsküche 140 Essen pro Tag zuzubereiten – chancenlos“, verdeutlichte Brandt. Auch gebe es keinen Speiseraum, derzeit werde in den Gruppen gegessen.

Keine Generalsanierung



Von Wickelmöglichkeiten über einen zu kleinen Personalraum bis hin zu Schlafräumen zählte der Architekt weitere Dinge auf, die in der Kindertagesstätte fehlen. Von der benachbarten Polizei habe man die Rückmeldung erhalten, dass man dort Fläche für eine Erweiterung bekommen könne. Fünf Varianten wurden schließlich erstellt – von einem Anbau über Aufstockung bis hin zu einem Neubau. Vier der Varianten liegen in einer ersten Kostenschätzung zwischen 3,46 und 3,66 Millionen Euro. Eine fünfte – hier handelt es sich um einen zweistöckigen, 400 Quadratmeter großen Anbau – bei 1,77 Millionen Euro. Diese Variante soll auch weiter verfolgt werden. Es soll aber auch im bestehenden Bereich einiges umgestaltet werden. Jedoch ersetze dies nicht eine Generalsanierung, wie Brandt sagte. „Im ersten Schritt hat der Platzbedarf Priorität“, so der Architekt.

Keine Hoffnung auf Zuschüsse



Wie Stadtbeigeordneter Peter Stumpfhäuser sagte, gibt es für diese Erweiterung keine Förderung von Seiten des Landes: „Die gibt es nur, wenn eine zusätzliche Gruppe eingerichtet wird. Die Berechnungen gehen aber von einer konstanten oder nur minimal steigenden Kinderzahl aus.“

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