Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Kirchheimbolanden: Erstes Altstadt-Frühstück mundet hervorragend

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Am Samstag fand die vom neuen Stadtbürgermeister Marc Muchow initiierte Veranstaltung erstmals auf dem Römerplatz statt. Über 150 Besucher kamen.

Dass dies ein Lieblingskind von ihm ist, hatte Muchow schon vor einiger Zeit gegenüber der RHEINPFALZ geäußert. Außerdem war es auch ein Wahlkampfthema. Muchows Anliegen ist, den Römerplatz und die Innenstadt mit Musik, Wein und Kulinarischem an einem Samstag zu beleben und dies eventuell mit einem Einkauf zu verbinden. Ob dies ankommt, sollte ein erster Test am letzten Samstag zwischen 11 und 14 Uhr zeigen.

Die Getränke, vor allem Weine und Sekt, wurden vom Weingut Stutzmann aus Einselthum angeboten; fürs Kulinarische war der Koch-Club „Hot Chili“ zuständig, der zwei leichte italienische Speisen offerierte: Minestrone (Gemüsesuppe) und Caponata, ein süßsaures Gemüsegericht aus der sizilianischen Küche. Für dezente musikalische Unterhaltung sorgte das Duo „Two for Dinner“.

Die äußeren Bedingungen konnten nicht besser sein. Warmes und trockenes Wetter unter blauem Himmel trugen schon viel zum Gelingen bei. Ab 11 Uhr füllte sich der Platz kontinuierlich, die vorhandenen Stehtische und Tisch-Bank-Garnituren reichten nicht für alle aus. Bei Getränke- und Essensausgabe bildeten sich sogar kleine Schlangen.

„Bringt Leben in die Stadt“

Die Resonanz sowie die Kommentare der Besucher waren grundsätzlich sehr positiv. Viele waren zunächst nur aus Neugier gekommen, waren sich aber darin einig, dass dies für Kibo eine tolle Veranstaltung sei, die man auf jeden Fall wiederholen sollte. „Das bringt Leben in die Stadt; es ist prima, dass der doch oft öde wirkende Römerplatz so belebt wird“, war häufig zu hören.

Tamara van Recum war mit zwei Freundinnen da. Für beide war wichtig: „gutes Essen, Spaß haben, gemütlich zusammen sein.“ Annette Braun vom Brauhaus am Turm meinte: „Toll, dass der Platz mal wieder belebt ist.“ Wilfried Pick erwartete nette Gespräche in entspannter Atmosphäre. Thomas Leverkus aus Bischheim und Michele Mayer-Schrage hatten das Adjektiv „Super!“ parat, aber: „Es wäre noch schöner, wenn man wie beim Wochenmarkt gleich mit einkaufen könnte.“ Einige Eltern mit kleinen Kindern meinten, dass die Speisen zwar sehr lecker seien, dass aber ein Essensangebot für die Kinder – zum Beispiel Brezeln – fehlen würde.

Auch Köche überwältigt

Annette Hüttel und Silvia Enders vertraten da eine andere Meinung. Sie würden an der Ausrichtung der „tollen“ Veranstaltung gar nichts ändern, Kinder könnten auch mal etwas für sie Ungewohntes essen. Hermann Barth stimmte ebenfalls in das „sehr positiv“ ein und meinte, dass dies auch für Auswärtige ein Anlass sein könnte, Kibo einen Besuch abzustatten. Ernst-Ludwig Huy, Bürgermeister von Dannenfels, war ebenfalls unter den Gästen. Er sprach von einer „Super-Veranstaltung“ und dass er Muchow im Vorfeld bestärkt habe, dies durchzuziehen. Huy: „Solche Ereignisse sind auch touristisch sehr wichtig, sie tragen zu einer Aufwertung der Stadt und der Region bei.“ Heiner Gatzemeier vom Koch-Club kommentierte: „überwältigend und überraschend!“

Aber es gab es auch einige Verbesserungsvorschläge: Die Bezeichnung „Frühstück“ solle man überdenken, denn es wurde nichts zu einem Frühstück Passendes angeboten; vor allem fehlte eine gute Tasse Kaffee. Einige Besucher, die mit leerem Magen gekommen waren und sich auf ein Frühstück gefreut hatten, wurden etwas enttäuscht. Etwas mehr nichtalkoholische Getränke sollten beim nächsten Mal auch vorhanden sein.

Fortsetzung schon im Oktober?

Stadtbürgermeister Muchow selbst zeigte sich sehr zufrieden. Ihm war wichtig, dass die Veranstaltung keinen „Frühschoppencharakter“ annimmt. Kaffee war angedacht, erklärte er, habe aber aus organisatorischen Gründen nicht geklappt. Nach dem absolut geglückten Test ist für ihn auf jeden Fall Fortsetzung Pflicht, eventuell sogar noch dieses Jahr im Oktober. Ansonsten kann er sich das Altstadt-Frühstück von Frühjahr bis Herbst mit etwa vier bis sechs Wochen Abstand vorstellen. Dabei sollen auch die Anbieter von Essen und Getränken wechseln. Über eine Kombination mit dem Wochenmarkt wird ebenfalls nachgedacht. Man sei mit einigen Standbetreibern im Gespräch.

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