Kirchheimbolanden
Kibobad: Im kommenden Jahr drohen noch weniger Einnahmen und höheres Defizit
Während Eintritts- und Kursentgelte an sich unverändert bleiben, gelten während eines künftigen Schmalspur-Betriebs weiter Besonderheiten: In der Schwimmhalle wird nur ein Zwei-Stunden-Tarif und in der Sauna ein Vier-Stunden-Tarif angeboten. Und ob Kurse in nächster Zeit überhaupt stattfinden können, ist völlig offen.
Verabschieden müssen sich Bad- und Saunafreunde von den bisher gewohnten, Rabatte gewährenden „Geldwertkarten“, die das neue, bisher nur unter Corona-Bedingungen wenige Tage im Oktober erprobte Kassensystem nicht mehr kennt. Ersetzt werden sie künftig durch Kundenkarten, die mit Beträgen von 20, 50, 100 und 300 Euro aufgeladen werden können. Die Karten mit zweistelligem Wert können auch als Geschenkkarten genutzt werden und bieten keine Rabattierung, ab 100 Euro werden drei und bei 300 Euro fünf Prozent Nachlass gewährt – außer bei Speisen und Getränken.
Liegewiese und Saunaerweiterung verzögern sich
Daran, dass der Betrieb des kommunalen Hallenbades verlustreich ist, ändert auch der 2021er Wirtschaftsplan nichts. Die von der Verbandsgemeinde zu tragende Verlustabdeckung wird mit 2,28 Millionen Euro veranschlagt und ist damit sogar noch einmal um knapp 180.000 Euro höher als die für das Vorjahr geplante. In Erträgen und Aufwendungen sieht der Plan knapp 2,6 Millionen vor.
Investitionen von 200.000 Euro betreffen die Herstellung eines von der Georg-von-Neumayer-Schule unabhängigen Wasser- und Gashausanschlusses sowie Ingenieurleistungen in Höhe von 100.000 Euro zur Saunaerweiterung, den Bau einer Freiflächenphotovoltaikanlage und einer Liegewiese. Über die tatsächliche Umsetzung dieser Maßnahmen soll allerdings erst Ende kommenden Jahres beschlossen werden. Auch für diese Verzögerung wird die schwer absehbare Entwicklung der Corona-Pandemie ins Feld geführt.