Kirchheimbolanden
Kibo-Narren bringen bei Jubiläumssitzung die Stadthalle zum Beben (mit Bildergalerie)
Im Jubiläumsjahr der Karnevalgesellschaft glänzt das närrische Treiben in der Kleinen Residenz heller denn je. Sieben mal elf Jahre alt wird der traditionsreiche Verein in diesem Jahr – die Lust des Publikums auf „Fasnacht in Kibo“, wie es beim großen Finale aus hunderten Kehlen ertönte, ist ungebrochen: Alle drei Prunksitzungen waren bereits lange vorher restlos ausverkauft. Abgerundet wird die Kirchheimbolander Session durch eine Senioren- und eine Jugendprunksitzung, einen Kinder- und Jugendmaskenball sowie einer Party am Rosenmontag. Fasnacht ist nun mal etwas für alle Generationen, wie die Kibo-Narren unter Beweis stellen.
In der proppenvollen Stadthalle an der Orangerie marschierte am Samstagabend das närrische Komitee samt Anhang schwungvoll in den Saal ein – begleitet von den Tänzerinnen der Prinzessgarde und der wie gewohnt schwer bewaffneten Ranzengarde, die aus Gewehren und einer Kanone Luftschlangen und Konfetti auf das ausgelassene Publikum regnen ließ. Dieses war sofort auf Betriebstemperatur – die prächtige Atmosphäre zog sich dank der gelungenen Mischung aus mitreißenden Ballett- und Showtänzen, stimmungsvollen Gesangseinlagen, humorvollen Sketchen und pointierten Büttenreden durch den gesamten Abend.
Starker Nachwuchs und traumhafte Tänze
Ein besonderer Moment gleich zu Beginn: Die Fasnachts-Urgesteine Karlheinz Bieck und Patrik Sommer nahmen die komplett sanierte Bütt genau unter die Lupe und zeigten sich begeistert – vor allem darüber, dass die Augen der „Wutz“ nun sogar rot leuchten können. Später meldeten sich die beiden als „Residenz Ranger Wutzenpatrouille“ zu Wort und berichteten mit viel Witz und Esprit, was sich im vergangenen Jahr so alles in „Kerchem“ zugetragen hat.
Dass der Jubelverein auch und gerade in der Jugendarbeit glänzt, zeigten die Nachwuchsnarren gleich mehrmals eindrucksvoll: Ob als kostümierte „Dorfkinder“ oder als „Kibo Popkörner“ – der Funke sprang sofort von der Bühne auf den Saal über. Der Jungelferrat suchte in einer herrlich grotesken Nummer eine Bekanntschaft für „Graf Dracula“, während die Gesangsgruppe Riwwer Niwwer musikalisch um das Herz von Fasnachtsprinzessin Clara I. warb. Traumhafte Showtänze der Ballettschule Flex & Point – eine Interpretation von „Die Schöne und das Biest“, die Freakshow und der Candyman – sorgten für weitere Glanzlichter des Abends. Spätestens da und bei dem mitreißenden Vortrag der Gesangsgruppe MFT hielt es niemanden mehr auf den Stühlen.
Alle Fasnachten im Donnersbergkreis in der Übersicht finden Sie hier.