Donnersbergkreis Kerze mit Geheimnis
Die Kerze ist ein bedeutsames Symbol in der Adventszeit. In der Kindertagesstätte Steinbach haben Leiterin Natascha Breitenbruch und Erzieherin Birgit Meier mit den fünf Schulkindern der Kita ein kleines Theaterstück eingeübt: Der Streit der Adventskerzen.
„Wie heißt die Zeit vor Weihnachten? Auf wen warten wir in dieser Adventszeit? Wie können wir uns merken, wie lange es noch bis zum Christkind dauert?“ Bei der Beantwortung dieser Fragen merken die Kinder schnell, dass es in ihrem Theaterstück um die vier Kerzen auf dem Adventskranz geht. Zunächst wiederholen sie ein Lied, das sie am Tag zuvor kennengelernt haben: „Bis Weihnachten ist es nicht mehr weit.“ Breitenbruch hat zu jedem Begriff in den Strophen Bilder an die Wand geheftet. So klappt es schon prima mit dem Text über rote Kerzen, Tannenzweige, Herz, Nikolaus, Geschenkpakete, Schnee, Zeit haben (Uhr). Die Kinder singen lauthals zu Meiers Gitarrenbegleitung. „Wir erzählen jetzt unsere Geschichte, in der vier Kinder eine Kerze am Adventskranz spielen“, beginnt Breitenbruch. „Die Kerzen streiten sich, jede will zuerst angezündet werden.“ Die Kinder wiederholen den ihnen zugeteilten Text. Isabella: „Ich bin die Größte, ich möchte zuerst leuchten.“ Jan: „Ich bin viel röter als ihr, deshalb muss ich zuerst brennen.“ Stanley: „Ich habe den schönsten Docht von allen, der muss zuerst angezündet werden.“ Marie: „Ihr seid alle krumm und schief, ich bin die Geradeste.“ „Der Streit dauerte alle vier Sonntage, bis der Weihnachtsmann kam“, fährt die Erzählerin fort. Weil Louise krank ist, wird der heute von Birgit Meier gespielt: „Hoho, heute ist Heiligabend, da streiten wir nicht mehr.“ Der Weihnachtsmann hat die Streitlösung parat. Er stellt die vier Kerzenkinder hinter einen Tannenbaum aus Pappe und lässt sie gleichzeitig leuchten. Die Kinder sind von dieser Geschichte begeistert. Ihre Freude wird noch größer, als die Erzieherinnen ihnen zeigen, welche Kostüme sie vorbereitet haben. Jedes Kerzenkind bekommt einen roten geschlossenen Umhang. Und eine Flammenlaterne auf den Kopf. Dafür schneiden die Kinder Sterne aus und kleben sie auf ihre Laterne. Dann lernen sie den magischen Moment der Aufführung kennen. In ihrer Laterne befindet sich ein Lämpchen. Der Draht ist lang genug, damit sie den Drücker unter ihrem Umhang verstecken können. Wenn nun der Weihnachtsmann mit seinem überdimensionalen Streichholz eine Laternenflamme berührt, kann jedes Kind seine Flamme dank dieses Geheimnisses aufleuchten lassen. Eifrig üben die Kinder nun, ihre Flammen wie Kronen auf dem Kopf zu tragen. Die Erzieherinnen legen einen Kreis aus Tannenzweigen auf den Boden, die Kinder stellen sich auf diesen „Adventskranz“. Der erste Durchgang mit Kostümen beginnt. Dieses Mal macht den Kindern das Streiten besonderen Spaß, sie spielen diese Szene munter aus: „Ich, ich, ich bin die Erste“, hallt es durch den Raum. Bei der Generalprobe klappt es mit den Texten schon sehr gut. Dann führen sie ihr Stück vor den Kindern der Kita auf und singen strahlend das Weihnachtslied. „Wir werden die Geschichte bei unserer Nikolaus-Wanderung den Eltern zeigen und beim Generationen-Essen aufführen“, kündigt Breitenbruch an. Nicht nur leuchtende Kerzen, sondern auch strahlende Gesichter sind da garantiert.