Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Kellerduell in Göllheim: Der Vorletzte empfängt den Letzten

Carina Setzer (links) will mit den HR-Damen den zweiten Saisonsieg einfahren.
Carina Setzer (links) will mit den HR-Damen den zweiten Saisonsieg einfahren.

Es ist das Duell auf der untersten Kellertreppe: In der Göllheimer Hans-Appel-Halle treffen am Sonntag, 18 Uhr, der Tabellenvorletzte, die HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim, und das Ligaschlusslicht TuS Dansenberg 2 aufeinander.

Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge wollen die „Nordpfälzer Wölfinnen“ endlich einmal wieder punkten. „Wir müssen geschlossen als Team auftreten, uns gegenseitig motivieren und füreinander kämpfen“, fordert Carina Setzer.

Die erfahrene Spielmacherin ist nach einem einjährigen Gastspiel bei der HSG Dudenhofen/Schifferstadt wieder zu ihrem Heimatverein in die Bezirksoberliga zurückgekehrt. Nach dem Abstieg aus der Pfalzliga in der vorletzten Saison wechselte sie in die Vorderpfalz und wurde dort mit ihrem neuen Team auch Meister. Der Aufstieg in die Handball-Regionalliga wurde in den Qualifikationsspielen allerdings knapp verpasst.

Warum Carina Setzer wieder zurückkam

„Dieses Jahr in Dudenhofen/Schifferstadt war nach 18 Jahren im gleichen Verein wichtig für einen Perspektivwechsel. Es hat mich persönlich und handballerisch nochmal weitergebracht. Es hat mir Spaß gemacht, nochmal auf dem Niveau zu spielen und zu trainieren“, erzählt Setzer. Dass sie dort trotzdem ihre Zelte nach nur einem Jahr wieder abbrach, hatte private Gründe. „Die Prioritäten haben sich geändert. Handball steht nicht mehr so wie früher an allererster Stelle. Außerdem wollte ich, bevor ich aufhöre auf jeden Fall noch mal hier spielen“, sagt die Polizistin.

Ein weiterer Grund war der Umzug nach Bad Kreuznach. Dort wohnt sie mittlerweile. „Da war der Anfahrtsweg einfach zu weit“, sagt Setzer. Aber auch in die Heimat ist es noch ein ordentliches Stück zu fahren. „Das verbinde ich dann aber mit einem Besuch bei meinen Eltern. Dann passt das“, verrät die Rückkehrerin.

Team soll Handbremse lösen

Als erfahrene Spielerin möchte sie als Vorbild vorangehen und auch „die jungen Spielerinnen mitziehen“. Trotz des schlechten Starts glaubt Carina Setzer noch an eine Leistungssteigerung in dieser Runde: „Es wandelt sich noch ins Positive und der Erfolg stellt sich auch ein, glaube ich.“

Dafür müsse das gesamte Team aber im Training hart arbeiten. Das habe in der Vorbereitung leider gefehlt. „Erst mit Rundenbeginn haben wir komplett trainiert. Wir haben individuell gute Spielerinnen, schaffen es aktuell aber noch nicht, unser Potenzial auf die Platte zu bringen“, sagt die Rückraumspielerin.

Oberliga-Männer mit großer Chance

Im Kellerduell der Oberliga sind die „Nordpfälzer Wölfe“ mit einem Punkt derzeit Vorletzter. TuS Dansenberg hat bisher alle Spiele verloren. Fast 40 Tore kassieren die Westpfälzer durchschnittlich pro Spiel. Sollte die HR an die guten 40 Minuten aus dem letzten Spiel in Kuhardt anknüpfen können, stehen die Chancen auf einen Heimsieg gut – insbesondere dann, wenn HR-Trainer Johannes Finck mehr als eine Rumpfgruppe zur Verfügung hat.

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