Donnersbergkreis Keine Spur mehr von rosa Wänden
Schwer vorstellbar, dass vor wenigen Monaten die Wände noch rosa gestrichen waren, einst ein Fitness-Studio speziell für Frauen hier sein Domizil hatte. Nichts erinnert mehr im neuen Produktionszentrum, das die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz am Freitagvormittag eingeweiht hat, an diese Zeiten. Entstanden sind helle, freundliche und überaus moderne Räume, in denen sich 40 Mitarbeiter künftig vorwiegend um die Nachbereitung im Kredit-, aber auch im Wertpapiergeschäft kümmern werden (wir berichteten am Freitag).
Peter Kullmann – Vorstandsmitglied der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz, die gerade mit der VR-Bank Westpfalz fusioniert – wird selbst eines der neuen Büros beziehen. Sein Aufgabenfeld umfasst die Betreuung des Produktionsbereichs der Volksbank, wie er in seiner Rede zur Eröffnung ausführte. Auch ein Teil der Mitarbeiter, die hier arbeiten werden, sind bereits in Rockenhausen angekommen. „Der Umzug hat vorzüglich geklappt. Wir waren bereits am Montagvormittag wieder im Produktivbetrieb, geplant hatten wir das eigentlich für Dienstagabend.“ Allerdings sind vorerst nur die Mitarbeiter der ehemaligen Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz in Rockenhausen angekommen. „Die Kollegen der VR-Bank Westpfalz aus Landstuhl werden am 4. Oktober zu uns stoßen“, so Kullmann. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ betonte er, dass bei der Zusammenstellung des Teams für den neuen Produktionsbereich in Rockenhausen darauf geachtet worden sei, dass für die Mitarbeiter der beiden fusionierenden Banken keine unnötigen Härten – beispielsweise durch lange Anfahrtswege – entstünden. Kullmann ging auch darauf ein, dass man die Produktionsbereiche der beiden Fusionsbanken bewusst nicht in einem städtischen Ballungsraum, wie Kaiserslautern, sondern in Rockenhausen zusammengeführt habe. Dies sei eine innovative und bedeutende Weichenstellung für die Zukunft. Er hob hervor, dass die Bank in Rockenhausen deutlich günstigere Räume mieten konnte als dies beispielsweise in Kaiserslautern möglich gewesen wäre. Das wirklich Besondere am neuen Produktionszentrum sei aber, dass die Volksbank den Beweis antreten will, ein so großes Geschäftsgebiet – die Ausdehnung von der französischen Grenze bis in die Nordpfalz beträgt fast 100 Kilometer – im Zeitalter der Digitalisierung ohne Leistungs- und Qualitätseinbußen auch von einem Standort außerhalb eines großen Zentrums komplett versorgen zu können. Kullmann verwies auf die moderne Elektronik, die in speziellen Kabelkanälen an den Decken des Produktionszentrums verlegt worden war. Beim Rundgang hatte er bereits betont, dass dies ein Maximum an Flexibilität bedeute und die Arbeitsplätze jederzeit veränderten Anforderungen angepasst werden könnten. VG-Bürgermeister Michael Cullmann ging in seinem Grußwort unter anderem darauf ein, dass sich die Stadt und damit die Verbandsgemeinde über zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen freuen könnten. Die Mitarbeiter des Kreditinstituts lud er ein, das Angebot Rockenhausens zu nutzen – im gastronomischen Bereich, aber auch beim Einkauf. Stadtbeigeordneter Gerd Fuhrmann ging gleich noch einen Schritt weiter: Er warb für günstiges Bauland in Rockenhausen, das den Mitarbeitern, die hier neue Arbeitsplätze bekommen, zur Verfügung stünde ... |jös