Donnersbergkreis Kein Vorstand: Aus für Heimatpflege-Verein

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Der Verein für Heimatpflege und Erhaltung der Burgruine Falkenstein hat sich aufgelöst. Dieser Schritt sei notwendig geworden, nachdem sich kein handlungsfähiger Vorstand mehr gefunden habe, teilte die frühere erste Vorsitzende Michaela Demmerle mit. Das noch vorhandene Vermögen des Vereins geht nach einem sogenannten Sperrjahr an die Ortsgemeinde Falkenstein.

Demmerle selbst war vor gut einem Jahr aus beruflichen Gründen von ihrem Amt zurückgetreten. Zunächst hatte der stellvertretende Vorsitzende Siegbert Offenbacher kommissarisch die Vereinsgeschäfte übernommen. Bei der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung im Frühjahr war dann kein Mitglied bereit gewesen, die Führung des Vereins zu übernehmen. Offenbacher selbst wohnt in Mannheim. Für das Amt des Vorsitzenden fehle ihm die Ortsnähe, so Offenbacher. „Trotz mehrerer Versuche konnte keine Vorstandschaft gebildet werden“, bedauert Demmerle die Entwicklung. Denn bei seinen Veranstaltungen habe der Verein mit zuletzt rund 100 Mitgliedern – etwa zwei Drittel kamen aus Falkenstein und der näheren Umgebung – durchaus genügend Helfer gehabt. Schade sei die Auflösung auch deshalb, weil es sich um einen intakten, harmonischen und finanziell gut aufgestellten Verein gehandelt habe, so Demmerle. Zu den vielfältigen Aufgaben zählte beispielsweise die Organisation des regelmäßig im herrlichen Ambiente der Burg stattfindenden Mittelaltermarktes. Gerne besucht wurden auch die Musikveranstaltungen im Amphitheater auf der Burg, eher regionale Bedeutung hatten der Weihnachtsmarkt und die Aufführungen an Sankt Martin. Mitglieder haben die Burganlage gepflegt und restauriert, zudem ist der Verein Eigentümer der „Burgstubb“, die derzeit als Gastraum verpachtet ist. Darüber hinaus hat man die Ortsgemeinde Falkenstein bei deren Aktivitäten unterstützt. Ortsbürgermeister Volker Demmerle bedauerte die Auflösung und betonte, die genannten Traditionsveranstaltungen seitens der Ortsgemeinde weiter führen zu wollen. Einen ersten Schritt habe die Kommune bereits mit der Ausrichtung des Weihnachtsmarktes getan. Hervorgegangen war der Heimatverein aus dem 1972 gegründeten Fremdenverkehrsverein, später bildete sich zusätzlich ein Förderverein. Beide Vereine haben sich im Jahr 2000 aufgelöst, um daraus den Verein für Heimatpflege und Erhaltung der Burgruine Falkenstein zu gründen. Bei der Ruine handelt es sich um Reste der im Mittelalter entstandenen Burg Falkenstein, die als Reichsburg oder Höhenburg erbaut wurde. Sie ist 1135 erstmals als Burg der Herren von Falkenstein erwähnt. Um 1500 übernahm Uhland I. die Burgrechte und baute die Burg weiter aus. Diese wurde 1647 von Franzosen belagert, gestürmt und geschleift. Sie ging 1736 mit der Grafschaft Falkenstein in den Besitz des Kaiserhauses Habsburg über. 1794 ist sie während der Koalitionskriege erneut von den Franzosen zerstört worden. Eine teilweise Restaurierung wurde 1979 durchgeführt. Zum Teil erhalten sind der Bergfried, Reste der Außenmauern des Ritterhauses, der Schildmauer, der Ringmauer und der Zisterne. Die Burgruine Falkenstein gehört zu den Kulturdenkmälern des Kreises. (llw)

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