Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Keeper Siebecker kam, sah und ließ Steinbach jubeln

Kein Tor: Johannes Mendel vom SV Hermersberg donnert den Ball mit Vollspann Richtung Steinbacher Tor, doch Keeper Klaus Jürgen S
Kein Tor: Johannes Mendel vom SV Hermersberg donnert den Ball mit Vollspann Richtung Steinbacher Tor, doch Keeper Klaus Jürgen Siebecker hält einfach alles.

Verbandsligist TuS Steinbach hat im zweiten Saisonspiel den ersten Dreier in der neuen Spielklasse eingefahren. Die Donnersberger bezwangen am Samstagnachmittag vor 255 Zuschauern den Mitaufsteiger SV Hermersberg mit 2:0 (0:0). Einer wurde besonders gefeiert.

Nach dem Schlusspfiff auf dem Rasenplatz war die Freude bei den Steinbachern natürlich riesengroß. Einer, der einen großen Anteil am ersten Saisonsieg des Neulings hatte, war Keeper Klaus Jürgen Siebecker. Der 21-Jährige gab am Samstag sein Debüt im Trikot des TuS und verhinderte vor allem im ersten Durchgang mit starken Paraden einen Rückstand seiner Mannschaft. „Natürlich bin ich sehr glücklich, dass mein erstes Spiel von Beginn so gut gelaufen ist“, sagte der in Eisenberg wohnhafte Siebecker, der vom Verbandsligisten TSV Gau-Odernheim zum TuS gewechselt war. „In Gau-Odernheim hatte ich mit Daniel Diehl einen ganz starken Konkurrenten, an dem kam ich nicht vorbei, aber ich wollte unbedingt mehr Spielanteile. Als der TuS angefragt hat, habe ich zugesagt und mich dann auf die Landesliga eingestellt. Dass die Jungs dann plötzlich den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft haben, war natürlich großartig“, schwärmt Siebecker.

Bei Steinbachs 0:4 zum Saisonauftakt beim TuS Hohenecken fehlte der Neuzugang noch verletzt. Für das Spiel gegen Hermersberg meldete sich Siebecker fit und Coach Christoph Heinrich stelle ihn statt Jonas Berz zwischen die Pfosten. Ein Zug, der sich auszahlte.

Vergebene Chancen

In der ersten Hälfte hatte der SV Hermersberg die besseren Torchancen. „Es ist sicherlich ein schwaches Verbandsligaspiel gewesen, aber wir könnten nach dem ersten Durchgang eigentlich durchaus mit 2:0 führen, machen unsere Chancen einfach nicht“, haderte Jens Mayer. Der SV-Trainer sah von außen, wie seine Akteure Cedric Grieß (39.) und Patrick Freyer (40.) am glänzend aufgelegten Siebecker scheiterten und Timm Dudek völlig freistehend im Steinbacher Sechzehner aus kurzer Distanz über das Tor schoss. „In der ersten Hälfte haben wir im Mittelfeld keinen Zugriff bekommen, hatten Glück und einen guten Torwart, so dass wir nicht in Rückstand geraten sind“, sagte TuS-Coach Heinrich, der in der Halbzeitpause „nachjustierte“ und mit den Einwechslungen von Sebastian Walther und Dennis Windecker „das System veränderte“. Auch dieser Zug des Coachs zahlte sich aus. Die Steinbacher waren in Durchgang zwei die agilere Mannschaft. Und der TuS baute nun richtig Druck auf – während der SV Hermersberg abbaute.

Zehn Minuten vor Schluss erkämpfte sich Marcus Schunk im Mittelfeld den Ball und schickte mit einem langen Ball Danny Schulz steil. Der Angreifer ersprintete sich den Ball, scheiterte zwar zunächst an dem aus seinem Kasten herauseilenden SV-Keeper Luca Layes, bekam aber einen zweiten Schussversuch und verwandelte diesen dann sicher zum 1:0 (80.) für die Platzherren. Hermersberg machte nun auf. Aber die Offensivbemühungen der Mayer-Elf wirkten letztlich planlos. Die Steinbacher setzten kurz vor Schluss noch einen Konter. Jonas Krautschneider machte mit dem 2:0 (90.+3) dann in der Nachspielzeit alles klar.

Ein stolzer Trainer

„Ich bin stolz auf die Mannschaft. Sie hat gekämpft, die Vorgaben voll umgesetzt“, freute sich Christoph Heinrich, für den es der erste Sieg in einem Pflichtspiel an seiner neuen Wirkungsstätte war. „Der Sieg gibt natürlich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, so der TuS-Coach weiter.

Am Mittwochabend geht es für die Steinbacher schon weiter. Dann empfangen sie um 19.30 Uhr mit der TSG Bretzenheim einen weiteren Mitaufsteiger. „Das ist aber kein normaler Aufsteiger, wir sind wieder nur Außenseiter, aber sicherlich nicht ohne Chancen“, befand Christoph Heinrich. Vor allem, wenn Keeper Siebecker seine aktuelle Form beibehält. Der junge Torwart könnte erneut zum Faktor werden.

So spielten sie

TuS Steinbach: Siebecker – Schwab, Mirschberger (46. Walther), Jan-Eric Barz, Goedtel – Karnau (46. Windecker), Szaszorowski, Metzinger, Schunk - Krautschneider, Schulz (90. Stumpf).

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