Donnersbergkreis Kanalsanierung bei Investitionen ganz vorn

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Ein kleiner Gewinn von 1750 Euro im Wasserwerk und ein Verlust von 193.300 Euro im Kanalwerk: Mit diesen Werten planen die Verbandsgemeindewerke Winnweiler für das neue Jahr. Den Wirtschaftsplänen beider Werke stimmte der VG-Rat in seiner jüngsten Sitzung zu.

Kanalwerk

Erträgen von rund 3,59 Millionen Euro stehen Aufwendungen von etwa 3,78 Millionen Euro gegenüber. Damit steigen die Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 108.550 Euro. Die Erträge bleiben gleich, hier sind als größte Posten laufende Gebühren (1,41 Millionen Euro), wiederkehrende Beiträge (845.000 Euro) und die Auflösung empfangener Ertragszuschüsse (858.500 Euro) eingeplant. Bei den Aufwendungen zählen Personal- und Versorgungsaufwendungen (754.600 Euro), Geschäftsaufwendungen (550.9650 Euro) sowie die Betriebsstoffe (405.700 Euro) zu den größten Posten. An Abschreibungen sind 1,812 Millionen Euro veranschlagt. Für das neue Wirtschaftsjahr sieht der Plan Investitionen im Wert von 3,28 Millionen Euro vor. Für Kanalsanierung in den Ortsnetzen von Börrstadt und Steinbach sind je 500.000 Euro veranschlagt. Die Erneuerung der Schneckenpumpen und der Belüftung in der Gruppenkläranlage kostet 400.000 Euro. Für die Abwasserbeseitigung in der Friedhofstraße und Alsenzstraße in Winnweiler stehen 240.000 Euro bereit, die Erschließung des Neubaugebietes „Stockborn“ in Winnweiler kostet 230.000 Euro, und für die Abwasserbeseitigung im Winnweilerer Industriegebiet werden 200.000 Euro aufgewendet. Weitere Investitionen: Die Kanalsanierung in der Marienthaler Straße in Steinbach (100.000 Euro) sowie 60.000 Euro für das Gewerbegebiet „Potzenbuckel“ in Börrstadt. VG-Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU) zufolge können alle Investitionen ohne Kreditaufnahme finanziert werden. Durch Tilgungen im neuen Wirtschaftsjahr von 491.000 Euro verringert sich die Verschuldung auf 5,686 Millionen Euro – ausschließlich zinslose Förderdarlehen vom Land. Mit der Erhöhung der Gebührensätze sei eine Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem Plan zu erwarten. Dennoch erklärte Grünen-Ratsmitglied Reiner Merz: „Wir werden gegen den Plan stimmen, weil darin Zahlen sind, die uns nicht gefallen.“ Mit Ausnahme der Grünen stimmte der Rat dem Wirtschaftsplan zu. Wasserwerk Im Wasserwerk fällt der Gewinn bei gleichbleibenden Gebühren geringer aus, so Jacob. Erträgen von rund 2,299 Millionen Euro, rund 18.000 weniger als im Vorjahr, stehen Aufwendungen von 2,297 Millionen Euro und damit 11.100 Euro mehr als im Vorjahresvergleich gegenüber. Dennoch gestaltet sich der Plan bei einem Gewinn von 1750 Euro positiv. Zwei wichtige Themen in Sachen Wasserversorgung betreffen 2018 die Übernahme von Aufgaben in der von amerikanischen Streitkräften genutzten Wohnsiedlung Heuberg und die Versorgung des Hofgutes Neumühle bei Münchweiler, das bislang die VG-Werke Enkenbach Alsenborn belieferten. Eingeplant sind Entgelte von 1,78 Millionen Euro, Erträge aus der Auflösung empfangener Ertragszuschüsse (176.000 Euro) und Erstattungen (347.400 Euro). Denen stehen Aufwendungen für Personal- und Versorgung (532.600 Euro), Betriebsstoffe (492.000 Euro), Verwaltung (185.550 Euro) und Unterhaltung (161.500 Euro) gegenüber. Die Abschreibungen sind mit 919.000 Euro veranschlagt. Der Investitionsplan sieht Maßnahmen im Gesamtwert von 1,74 Millionen Euro vor. 630.000 Euro sind als Baukostenzuschuss an den Zweckverband „Wasserversorgung Westpfalz“ angesetzt, 100.000 Euro für den weiteren Aufbau einer Fernwirkanlage. Weitere Investitionen: Erneuerung der Wasserleitungen in der Friedhof- und Alsenzstraße in Winnweiler (450.000 Euro), der Winnweilerer Industriestraße (200.000 Euro) und der Marienthaler Straße in Steinbach (50.000 Euro), Erschließung des Neubaugebietes „Stockborn“ in Winnweiler (65.000 Euro), Sanierungsmaßnahmen an der Kreisstraße in Alsenbrück-Langmeil (50.000 Euro) sowie Arbeiten im Gewerbegebiet „Potzenbuckel“ in Börrstadt und der Gonbacher Hauptstraße (je 20.000 Euro). Zur Finanzierung der Investitionen soll ein Kredit von einer Million Euro aufgenommen werden. Vom Land sind zinslose Fördermittel (187.000 Euro) verplant. Das zinslose Förderdarlehen beim Land verringert sich auf rund 3,16 Millionen Euro. Der Rat beschloss den Plan einstimmig.

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