Donnersbergkreis Kampf gegen das „Schleudertrauma“

91-73660859.jpg

Es war längst nicht der erste und ist höchst wahrscheinlich auch nicht der letzte Unfall am Imsweilerer Ortseingang aus Richtung Gundersweiler: Am frühen Dienstagmorgen ist ein 38-jähriger Autofahrer mit seinem Wagen von der L 387 abgekommen und in einer Wiese gelandet. Der Mann wurde dabei schwer verletzt. Unabhängig davon, dass der Verursacher möglicherweise alkoholisiert gewesen ist: Der Imsweilerer Ortschef Peter Ziepser will sich nun an den Landesbetrieb Mobilität (LBM) wenden. Seine Theorie: Unterschiedliche Fahrbahnbeläge just an dieser Stelle machen Verkehrsteilnehmern das Leben schwer.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Hauptursachen für den neuerlichen „Flug“ von der Landesstraße sind vermutlich andere. Nach Polizeiangaben war der 38-Jährige mit „nicht angepasster Geschwindigkeit“ unterwegs. Zudem gibt es Anhaltspunkte, dass der Mann unter Alkoholeinfluss am Steuer gesessen haben könnte. Daher ist ihm auch im Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern eine Blutprobe entnommen worden. Dorthin hat ihn das DRK mit dem Rettungswagen gebracht, da der Fahrer laut Polizei zunächst nicht ansprechbar gewesen ist. Er musste stationär behandelt werden, lebensbedrohlich waren seine Verletzungen allerdings nicht. Ortsbürgermeister Peter Ziepser geht es weniger um die genauen Umstände des jüngsten Unfalls. Vielmehr betont er, „dass ich seit 1990 bei der Feuerwehr bin und wir in diesem Zeitraum mindestens zu 20 Unfällen an dieser Stelle gerufen worden sind“. Die „Dunkelziffer“ dürfte aber noch viel höher liegen, da ja nicht in allen Fällen die Wehr hingezogen werde. Dabei ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, warum die Otterberger Straße dort so unfallträchtig ist: keine scharfe Kurve, keine lange Gerade, das Ortsschild beschränkt die Geschwindigkeit schon 30 Meter vorher auf Tempo 50 und davor gilt die 70 km/h-Regelung. Sicher: Die meisten Fahrer sind einfach zu schnell unterwegs – daran hat auch vor Jahren das Versetzen des Ortsschildes ein Stück weiter „hoch“ wenig geändert. Ziepser ist allerdings der Meinung, dass ein weiterer Faktor zum „Schleudertrauma“ der Imsweilerer beiträgt: Genau in diesem Bereich gingen zwei verschiedene Asphaltbeläge ineinander über. „Meiner Meinung nach macht das den Fahrern zu schaffen und trägt zumindest einen Teil zum Problem bei.“ Daher werde er den LBM anschreiben und bitten, „auf zehn, 15 Metern eine Straßenbelagsänderung vorzunehmen“, um eine einheitliche Asphaltfläche herzustellen. Mal abgesehen vom ständigen Ärger für den dort wohnenden Grundstücksbesitzer und den vielen über die Jahre entstandenen Schäden an Pflanzen, Bordsteinen, dem Gartenzaun oder Verkehrsspiegel: Da sich direkt gegenüber der Eingang des Friedhofs befindet, fürchtet Ziepser auch um das Wohl „seiner“ Bürger: „Es ist ein kleines Wunder, dass auf diesem Abschnitt noch kein Fußgänger überrollt worden ist.“ (kra)

x