Donnersbergkreis Kamellen und Lewwerworscht

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Helau, Alaaf und Ahoi! Es fällt dieser Tage schwer, dem allgemeinen Fasnachtswahnsinn zu entkommen. Die Narren halten das Zepter fest in der Hand, und die vielen Prunk-, Kappen- und Jugendsitzungen im Kreis deuten auf den nahenden Höhepunkt der diesjährigen Kampagne hin. Für die Morschheimer Narren steht am Sonntag ein ganz besonderer Termin an, den man sich freihalten sollte. Zum 55. Mal bahnen sich Motivwagen und Fußgruppen beim Fasnachtsumzug ihren Weg durch Morschheims Straßen – ein wahrlich närrisches Jubiläum. Einem solchen Trubel kann man nicht entkommen. Da hilft nur eines: Clownsnase aufsetzen, das grellbunte Jäckchen überwerfen, Spaß haben – und bloß nicht die Tüte für die Kamellen vergessen! Im Sinne all derer, die mit der fünften Jahreszeit so gar nichts anfangen können, darf aber auch – ganz in Fleischfachverkäuferinnen-Manier – die Frage erlaubt sein: „Kann’s aach ä bisje mehr sinn?“ Ja, es kann. Und da wir gerade beim Thema sind: Wie wäre es mit etwas Lewwerworscht? Die Blues- und Folkband Anonyme Giddarischde kennt sich damit aus. Spätestens seit ein Carlsberger mit deren Lied „Lewwerworscht“ in der Gunst von Dieter Bohlen und Co bei der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ durchgefallen ist, hat ihre Pfalz-Poesie deutschlandweit Beachtung gefunden. Schade, dass es so passieren musste. Schließlich haben die „Anonyme“ mehr zu bieten, nicht zuletzt ihr Pfalzlied, eine Liebeserklärung an die Heimat, die auch auf dem Betze gespielt wird. Unter dem Motto „Laaft’s Band schunn?“ gibt die musikalische Selbsthilfegruppe am Sonntag, 19 Uhr, ein Konzert im Frankenthaler Kulturzentrum Gleis 4, um Ton- und Bildaufnahmen zu machen. Die längere Anfahrt dürfte sich lohnen. Laut Veranstalter soll eine Kleinkunstatmosphäre geschaffen, der Raum für weniger als 100 Zuschauer bestuhlt werden. Alles soll sein wie vor 20 Jahren, als die „Anonyme noch anonym waren“. Um die Wurst geht es an diesem Wochenende übrigens auch im Donnersbergkreis – wenn auch aus sportlicher Sicht. Am Samstag kämpfen die Kunstradfahrer des RV Bolanden um die Kreismeisterschaft, samstags und sonntags kicken E- bis B-Juniorinnen-Mannschaften in der Regionalen Schule Kirchheimbolanden bei einem Hallenturnier um den Sieg. Anfeuern ist erlaubt. Und einer Frage müssen sich die Zuschauer hier wohl nicht stellen: „Wolle mer se roilosse?“ Kathrin Thomas

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