Donnersbergkreis „Kaiserslautern war die große, weite Welt“

2014 war ein Jahr, das Mark Forster so schnell sicher nicht vergessen wird. Mit „Au Revoir“ landete der in Kaiserslautern geborene, in Rockenhausen und vor allem in Winnweiler aufgewachsene und mittlerweile in Berlin lebende Sänger und Songschreiber einen Sommerhit. Am 7. März kommt Forster, der am Sonntag 31 Jahre alt geworden ist, zurück in die Pfalz und wird in der schon längst ausverkauften Kammgarn ein Konzert geben. Über sein verrücktes Jahr 2014 und seinen Wunsch, einmal im Fritz-Walter-Stadion aufzutreten, hat RHEINPFALZ-Redakteur Sebastian Stollhof mit ihm gesprochen.
Ja, das war schon etwas ganz Besonderes, quasi in letzter Sekunde 2014 noch vorm Brandenburger Tor zu singen – atemberaubend. Mein Lieblingslied auf Ihrem Album „Bauch und Kopf“ ist „Immer immer gleich“. Überrascht Sie das? Nein, ich mag das Lied auch sehr gerne, und auf unseren Konzerten ist mir schon aufgefallen, dass der Song irgendwie besonders beliebt ist. Mit „Au Revoir“ hatten Sie ja einen richtigen Sommerhit gelandet. Waren Sie überrascht, dass die Nummer so einschlägt? Natürlich! Mit einem Erfolg in diesem Ausmaß kann man nicht rechnen. Aber ich weiß noch, dass ich ziemlich zufrieden war, nachdem ich das Lied geschrieben hatte. „Flash mich“ ist der Titel ihrer nächsten Single. Was hat Sie denn bislang in Ihrem Musikerleben am meisten „geflasht“? Das erste Mal auf einem Festival 30.000 Menschen aus voller Kehle ein Lied singen zu hören, das man mal selber im stillen Kämmerlein schrieb, ist unbeschreiblich. Im Oktober haben Sie ein Benefizkonzert zugunsten der Unwetteropfer in der Nordpfalz vor über 1000 Besuchern in der Donnersberghalle in Rockenhausen gegeben. Musste Sie Ihre Mutter dafür lange überreden? Meine Mutter überredet mich nicht, sie kommandiert. In diesem speziellen Fall war das aber nicht notwendig. Dort zu helfen, war selbstverständlich. Am 7. März kommen Sie zurück in die Pfalz, gastieren in der Kammgarn. Was verbinden Sie mit Kaiserslautern? Ich bin in Kaiserslautern geboren, und die Stadt war für ein Dorfkind wie mich früher schon die große, weite Welt. Im Pfalztheater hab’ ich meine Jugend verbracht und hatte außerdem im Cotton Club meinen ersten größeren Auftritt. In Kaiserslautern hat sich im vergangenen Jahr auch jemand in der Musikszene einen Namen gemacht: Anton Zaslavski, kurz Zedd, sahnte mit seinem Song „Clarity“ einen Grammy in der Kategorie „Beste Dance-Aufnahme“ ab. Seitdem ist der DJ eine große Nummer. Kennen Sie beide sich? Gibt es vielleicht mal eine Pfälzer Koproduktion – ähnlich wie mit Sido bei „Au Revoir“? Unglaublich! Ja, unsere Wege haben sich vor vielen Jahren schon mal gekreuzt, und ich glaube, es ist kein Zufall, dass Anton mittlerweile zur Pop-Weltelite gehört. Gegen eine Koproduktion hätte ich nix, aber Anton müsste davor wohl erstmal Lady Gaga und Madonna absagen. Mal sehen... Zuletzt haben Sie immer wieder den Wunsch geäußert, auch mal im Fritz-Walter-Stadion aufzutreten. Wann werden die FCK-Fans Sie denn auf dem „Betze“ sehen? Dieser Traum wird sich erfüllen! Ich stehe mit Stefan Kuntz in Kontakt und wir haben schöne Sachen vor. Ein Auftritt im Fritz-Walter-Stadion ist ja neben einem Eintrag ins Gästebuch ihres Heimatortes Winnweiler, den Sie mittlerweile haben, einer Ihrer großen Wünsche. Was wünscht sich Mark Forster noch so? Mein nächstes Ziel ist es, einmal das Cover des auflagenstärksten Magazins Deutschlands zu zieren: der Apothekenumschau. Wie ist eigentlich die Kappe zu ihrem Markenzeichen geworden? Sind Sie überhaupt noch ohne Kopfbedeckung unterwegs? Meine Haare werden langsam dünn und grau. Mit dem Cappy als Markenzeichen habe ich eine Sorge weniger. Noch einmal zurück zu ihrem Auftritt in der Kammgarn: Wie viele Freunde haben sich angekündigt? Oh, meine Mutter füllt mit ihren Bekannten die Gästeliste nach und nach. Außerdem kommt immer mein Klavierlehrer Homer zu den Konzerten. Mitsamt einer Kritik danach…