Donnersbergkreis Japanisches Auto, deutsche Garage
Dass die „Gummere“ nun auch noch unter die Synchronschwimmer gegangen sind, haben die Besucher nicht nur in der Dörnbacher Kerwerede, sondern zuvor auch schon durch den Motivwagen der Straußjugend beim Umzug erfahren. Letzterer ist zwar in diesem Jahr etwas „dünner“ als in den Jahren zuvor ausgefallen, dafür hatten es aber die wenigen „Nummern“ in sich.
Für Erheiterung sorgte vor allem der „Trink&Schwimm e.V. Dörnbach“, der mit folgendem Spruch auf den neuen „Verein der Synchronschwimmerinnen“ hingewiesen hat: „Die ingelehde Gummere gehen uff Tauchstation mit Kurs uff Gold.“ Was es damit genau auf sich hat, dieses Geheimnis haben die Straußborsch und -mäd dann in der Kerwerede gelüftet: „Die Alexia“ habe ihren 40. oder 50. Geburtstag gefeiert – „uff die zehn Johr kummt’s in dem Alter ach nimmi oh“. Im Zug nach Düsseldorf hätten sie und ihre Freundinnen dann jedem erzählt, sie seien Synchronschwimmerinnen aus Dörnbach und unterwegs auf ihrer Abschlussfahrt. Um die Hauptdarstellerin wieder versöhnlich zu stimmen, gab’s von der Straußjugend einen Prosecco, den sie aber gemeinsam mit den Jugendlichen trinken sollte. Zu Gast waren die Straußjugenden aus Höringen, Imsweiler und Gundersweiler, die auf einem Anhänger beim Zug durch die Straßen als Unterstützung dabei gewesen sind. Die Jugendfeuerwehr Dörnbach machte auf ihrem Wagen mit einer Sirene lautstark auf sich aufmerksam. Die „Dernbacher Gardemäd“ gaben in silbernen Pompons zur Musik Kostproben ihres Könnens. Für den richtigen Ton beim Umzug sorgte der Musikverein, der vorneweg marschierte und den Zuschauern den Lindwurm ankündigte. Kerweparre Lukas Willrich sorgte in der „Redd“ nicht nur mit der Synchronschwimmer-Episode für Erheiterung. Die Lacher auf seiner Seite hatte er auch mit dem „Stickelsche“ von der deutschen Garage, die einem japanischen Auto die Show gestohlen hatte. Dabei habe sich das „de Ernscht“ ganz anders vorgestellt: Seiner Frau hatte er ein „Schlachtschiff“ mit allen Schikanen gekauft. Dumm nur, dass seine Frau nicht mehr aus dem Auto aussteigen konnte, nachdem sie es in die Garage gefahren hatte: Diese war schlichtweg zu schmal für das große Gefährt. Reichlich Gelächter erntete auch der „Gummere-Newsletter“, in dem kleine Begebenheiten in lustige Reime gepackt worden sind. So wird zum Beispiel von einer Vera berichtet, die in Dörnbach die Rolle des Hahns übernehme und jeden mit seinem „Kikeriki“ wecke. Köstlich ist auch die Beschreibung des Mauswiesels, das sein Unwesen treibe: „A Mauswiesel sieht aus wie a Madder, nur zu heeß gebaad, es is größer wie a Hamschter aber kleener wie em Thiel sei Abarad!“ Einige Verse waren auch der Hilfsbereitschaft der „Dernbacher“ bei der Hochwasserkatastrophe des vergangenen Jahres gewidmet: In der Notsituation hätten sich alle Bürger gegenseitig geholfen, wurde gelobt. Abschließend appellierte Willrich – der dank seinem Mundschenk Felix Rahm nie eine trockene Kehle bekam – an alle Eltern, ihre Kinder doch zur Straußjugend zu schicken. Nur so könne die Kerwe-Tradition weitergeführt und erhalten werden. Nach dem gestrigen Frühschoppen klingt die Dörnbacher Kerwe heute mit dem Begräbnis aus. (gom)