Weitersweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Ivy Josefine Ullrich: Durch RHEINPFALZ-Artikel in die „Schule der magischen Tiere“

Ivy Ullrich aus Weitersweiler.
Ivy Ullrich aus Weitersweiler.

Ivy Josefine Ullrich aus Weitersweiler ist auf der großen Leinwand zu sehen. Sie spielt in der Verfilmung der Kinderbuchreihe „Die Schule der magischen Tiere“ mit. Auf die große Premiere musste sie allerdings zwei Jahre warten.

„Einfach mal beworben“ hat sich Ivy Josefine Ullrich aus Weitersweiler, als sie 2019 einen Aufruf zum Casting zur Verfilmung der Kinderbuchreihe von Margit Auer in der RHEINPFALZ liest. Nun, zwei Jahre später, hat sie bereits in ihrer zweiten Kinoproduktion, dem zweiten Teil von „Die Schule der magischen Tiere“ mitgespielt.

Bis die allerdings in die Lichtspielhäuser kommt, wird es „wohl noch ein Jahr“ dauern, prognostiziert ihre Mutter Pia Burgey-Ullrich. Zunächst ist nämlich erst einmal Teil eins dran. Der kommt am 14. Oktober bundesweit in die Kinos. „Es wird bestimmt komisch, wenn man sich selbst und die Freunde, die man beim Dreh kennengelernt hat, auf der Leinwand sieht“, sagt Ivy Josefine Ullrich. Immerhin: Die Premiere in Köln hat die 13-Jährige bereits hinter sich gebracht. Die Filmvorführung in der Domstadt am 25. September war allerdings nur einem kleinen Kreis vorbehalten – die Öffentlichkeit muss sich noch bis zum 14. Oktober gedulden, ehe es den erste Teil von „Die Schule der magischen Tiere“ zu sehen gibt.

Casting findet online statt

Die Darsteller für den Film wurden 2019 in ganz Deutschland ausgewählt. „Zunächst musste sie ein E-Casting machen“, erinnert sich Pia Burgey-Ullrich an die ersten Schritte ihrer Tochter im Auswahlprozess. „Sie sollte ein, zwei Szenen und ein Vorstellungsvideo aufnehmen.“ Im nächsten Schritt wurde die Schülerin nach Stuttgart eingeladen, wo sie mit anderen Kindern einige weitere Szenen spielen sollte. „Nach zwei Wochen kam ein Anruf, und sie wurde gefragt, ob sie die Rolle der Luna Nadolny spielen möchte“, berichtet Burgey-Ullrich.

Der Film, wie auch die zuvor entstandene Buchreihe, handelt von einer fiktiven Schule in Deutschland. Das Besondere: Die Schüler erhalten nacheinander magische, tierische Begleiter, die unter anderem sprechen können. Ivy Ullrich spielt Luna Nadolny. „Ein verträumtes Mädchen mit langen, blonden Haaren“, sagt die Nachwuchsschauspielerin. „Es ist eine Nebenrolle.“

Schauspieler schließen Freundschaften

An 15 Drehtagen war Ivy Ullrich bei ihrem Schauspieldebüt am Set. „Wir waren zwei Wochen in Köln und eine Woche in Österreich“, berichtet ihre Mutter, die immer mit dabei war. In der Alpenrepublik wurde sogar ein einem Schloss gedreht. „Auf Schloss Grafeneck, bei Wien“, sagt Pia Burgey-Ullrich.

Da die jugendlichen Schauspieler dort viel Zeit miteinander verbracht haben, sind auch Freundschaften entstanden. Jedoch wohnen die neuen Freunde in der gesamten Bundesrepublik verteilt. Es sei schwierig, aber durch das Internet kann der Kontakt gehalten werden. „Man schreibt miteinander“, sagt Ivy Ullrich. Oder man spreche mittels der Videochatdienste Face Time oder Skype.

Schauspielern, modeln oder ein Plan B

Eine Zukunft im Filmgeschäft kann sich die Schülerin durchaus vorstellen. „Ich möchte auf jeden Fall weiter Filme drehen“, sagt die 13-Jährige. „Vielleicht werde ich aber auch Model.“ Unrealistisch sind diese Träume keineswegs. Schließlich ist sie schon auf dem Schirm entsprechender Agenturen. „Sie ist in zwei Agenturen“, sagt ihre Mutter. Während die eine eher für Filme zuständig sei, habe eine andere sie bereits für den Dreh eines Werbespots vermitteln können. „Das läuft im Kino und ist Werbung für eine Versicherung.“

Falls das alles nicht klappt, hat Ivy Ullrich auch einen Plan B parat. „Ich kann mir vorstellen, Tierärztin zu werden“, sagt sie. „Sie reitet sehr gerne“, ergänzt ihre Mutter.

Viele von Ullrichs Klassenkameraden erwarten den Kinostart des Films bereits. Jedoch scheint die Kunde noch nicht in alle Winkel des Klassenraums hindurchgedrungen zu sein. „Ich weiß gar nicht, ob das alle wissen“, sagt die Weitersweilerin. Dabei wurde sie aufgrund des Drehs für zwei Wochen von der Schule freigestellt. Für Ivy Ullrich ist es jedoch wichtig, normal von den anderen Schülern behandelt zu werden. „Ich hoffe, dass ich nicht als Außenstehende wahrgenommen werde“, sagt sie mit Blick auf die verpassten ersten beiden Schulwochen. Doch seither sitzen ohnehin alle aus ihrer Klasse wieder im gleichen Boot. Gerade in der Zeit vor den Herbstferien stehen jede Menge Klassenarbeiten an.

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