Winnweiler Interesse an „MINT“-Fächern wecken: Firma Adient spendet Lego-Sets für Realschule plus
„Die Spende ist ein großer Gewinn für die Schule“, sagte deren Leiter Torsten Edinger. Im Einzelnen hat der Hersteller von Einzelteilen und Komponenten für Fahrzeugsitze der ASR plus 20 Lego Sets, zehn Lego Education Spike Prime Sets sowie zehn Lego Education BricQ Motion Prime Sets übergeben. „Wir versuchen die Schule frühzeitig zu unterstützen, um bei den Schülern Interesse für die MINT-Fächer zu wecken“, sagte Matthias Kühle, Ausbildungsleiter im Rockenhausener Adient-Werk. MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Für Adient sei es das erste Projekt, bei dem man mit einer Schule zusammenarbeite. „Die technischen Grundlagen können so früh vermittelt werden“, sagte Kühle. „Wer später einen Beruf in diesen Fachrichtungen ausüben möchte, kann sich dann bei Adient für einen Ausbildungsberuf bewerben.“
Am Standort des bis 2010 als Keiper, bis zur Ausgliederung 2016 als Johnson Controls firmierenden Autozulieferers in Rockenhausen sind seit 1964 insgesamt 1372 junge Menschen in verschiedenen Berufen ausgebildet worden. Auch in diesem Jahr sind laut Kühne trotz der Corona-Pandemie und einem weltweiten Produktionsrückgang in der Automobilindustrie 25 Auszubildende eingestellt worden. „Trotz der derzeitigen angespannten wirtschaftlichen Situation in der Automobilbranche ist es unser Bestreben, auch im Jahr 2022 eine Vielzahl an Plätzen in der Berufsausbildung anbieten zu können“, so Kühne. Er verwies darauf, dass Bewerbungen ganzjährige abgegeben werden können.
Schüler freuen sich auf neue Lego-Sets
Mit großem Interesse haben die ASR plus-Schüler die neuen Lernsysteme in Augenschein genommen. „Bisher haben wir LED-Schaltungen gebaut sowie Lampen und LEDs gelötet“, erzählte der 14-jährige Cam Malter. „Wir freuen uns darauf, die Lego-Sets auszupacken und alles auszuprobieren.“ Eines von ihnen beziehe sich zum Beispiel auf das Thema Sport. „Unter anderem kann bei einer Skisprungschanze der Absprungwinkel eingestellt werden, sodass der Springer möglichst weit kommt“, erklärt Physiklehrerin Sophie Schäfer, die das MINT-Projekt an der Schule betreut. Bei dem anderen Set gehe es mehr um Programmierung.
Die Projektarbeit finde aktuell im Ganztagsbereich statt. „Zurzeit nehmen daran zehn Schüler aus der neunten und zehnten Klasse teil, es würden aber gerne noch mehr mitmachen“, erklärte Schäfer. „Wegen der Corona-Pandemie ist der Kurs noch eingeschränkt“, ergänzte Edinger. „Im nächsten Schuljahr soll es dann auch ein Wahlpflichtfach MINT geben.“