Zur Sache Insolvenzrisiko erhöht – Reisebranche von Corona-Krise stark betroffen

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In der Corona-Krise zählen die Reisebüros und -veranstalter zu den am stärksten betroffenen Branchen in Deutschland. Im Juni 2020 sahen sich in einer ifo Konjunkturumfrage 85 Prozent der befragten Reisebüros und Reiseveranstalter in ihrer Existenz bedroht.

Eine Analyse des Informationsdienstleisters „Crifbürgel“ zeigt nun, dass die Folgen der Pandemie das Insolvenzrisko in der Reisebranche deutlich erhöht haben. Im Vergleich zum Februar 2020 ist die Zahl der finanzschwachen und damit insolvenzgefährdeten Reisebüros und Reiseveranstalter um 31,3 Prozent angestiegen.

Insgesamt gelten derzeit acht Prozent also 1810 Unternehmen aus der Reisebranche als insolvenzgefährdet (Stand Januar 2021). Im Februar 2020 lag der Wert bei 1379 (6,1 Prozent). Untersucht wurde die finanzielle Lage von insgesamt 22.600 Reisebüros und Reiseveranstaltern in Deutschland. „Im Jahr 2021 könnte jedes zehnte Unternehmen aus der Reisebranche insolvenzgefährdet sein“, sagt „Crifbürgel“-Geschäftsführer Frank Schlein.

Risiko in Rheinland-Pfalz deutlich gestiegen

Ein Blick auf die regionalen Zahlen zeigt, dass das Insolvenzrisiko aus Unternehmen aus der Reisebranche in allen Bundesländern angestiegen ist. Besonders deutlich in Rheinland-Pfalz (plus 47 Prozent), Bremen (plus 42 Prozent) und in Schleswig-Holstein (plus 40 Prozent).

Bereits 2020 mussten mehr Unternehmen aus der Reisebranche eine Insolvenz anmelden. So stiegen die Pleiten der Reisebüros und -veranstalter von 83 (2019) auf 150 Fälle. Für die Studie hat „Crifbürgel“ Informationen zur Finanzlage, zum Beispiel Bilanzen, von Firmen ausgewertet.

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