Donnersbergkreis In herausgeputzter Halle ins neue Jahr
Eingebunden in den Neujahrsempfang von Alsenbrück-Langmeil war die offizielle Einweihung der Gemeindehalle nach ihrer grundlegenden Sanierung. Zahlreiche Gäste waren gekommen, viele wohl auch, um den aufpolierten Gebäudekomplex in Augenschein zu nehmen. Ortsvorsteher Marcel Huschitt und Ortsbürgermeister Rudolf Jacob (CDU) gingen auf die Bauzeit und die Umsetzung der Gedanken ein.
Der Ortsvorsteher ging auf die Bauzeit ein, die nun endgültig abgeschlossen sei. „Von Kerwe zu Kerwe war die Sanierung der Gemeindehalle das beherrschende Thema in Alsenbrück-Langmeil“, so Huschitt. Mit den Blanz-Ingenieuren in Landstuhl sei ein kompetentes Fachbüro gefunden worden, das für die Handwerker einen strammen Zeitplan gesteckt habe. Doch die beauftragten Handwerker waren „auf Zack und zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle“, lobte Huschitt. „Ein Bauprojekt dieser Größe bedarf einer Vielzahl von Helfern“, sagte der Ortsvorsteher. Die seien vorhanden gewesen, lange bevor der erste Hammerschlag getan wurde. Auch nachdem die Handwerker ihre Arbeiten verrichtet hatten und abgezogen waren, habe es noch zahlreicher freiwilliger Helfer bedurft. „Nach der Hallensanierung steht auch schon das nächste Großprojekt an, die Neugestaltung des Friedhofes“, verkündete der Ortsvorsteher. Die Ideen und Wünsche aus Alsenbrück-Langmeil würden in das Friedhofskonzept der Ortsgemeinde Winnweiler einfließen, die ein solches für alle Ortsteile aufstelle. Die Anträge auf eine Bezuschussung durch das Land seien gestellt, und nun warte man auf eine positive Entscheidung. Als erfreulich bewertete er die Einwohnerentwicklung. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Einwohner um sieben Prozent auf 890 Menschen. Diese Entwicklung führt der Ortsvorsteher auf die Umsetzung des Neubaugebietes und auf die gute Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz zurück. „Wir haben kaum Leerstand“, betonte Huschitt. Dennoch dürfe der Ortskern nicht vernachlässigt werden und sei immer wieder in den Fokus zu nehmen. Er rief dazu auf, ortsbildprägende Gebäude zu erhalten. Ortsbürgermeister Rudolf Jacob (CDU) dankte all den Menschen, die zum Gelingen des Projektes „Halle“ beigetragen haben. „Die Leistung kann sich sehen lassen“, lobte er. Parallel zur energetischen Sanierung der Gemeindehalle wurde das Gebäude der Grundschule saniert, das in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde Winnweiler steht. Während es dazu Landeszuwendungen vom Land mit rund 60 Prozent gab, musste der finanzielle Aufwand bei der Gemeindehalle selbst gestemmt werden. Beide Objekte seien zu einem Aushängeschild von Alsenbrück-Langmeil geworden, freute sich Jacob. Nun stehe man in den Startlöchern zur Gestaltung der Friedhöfe in den Gemeindeteilen. Angegangen wird demnächst der Hochwasserschutz beim Wäschbacherhof, wo man in der Endphase der Klärung der Grundstücksfragen sei. Der Bau eines Rad- und Gehweges vom Sattelhof zur Raiffeisenstraße werde nun endlich umgesetzt. Es sei für das Büro Blanz-Ingenieure in Landstuhl ein besonderer Tag, „heute den Schlüssel des Objektes an die Schulleiterin zu überreichen“, betonte Geschäftsinhaber Alexander Blanz. Angesichts des engen Zeitplanes für dieses Projekt lobte auch er die vorbildliche Umsetzung durch die Handwerker. Es sei ein Werk sowohl für die Kommune als auch für die Benutzer geschaffen worden. Neben dem Hallenschlüssel hatte Alexander Blanz einen Scheck für den Förderverein der Grundschule mitgebracht, der von Schulleiterin Andrea Scheel in Empfang genommen wurde. Die ersten beiden Klassenstufen der Grundschule erwiesen sich bei ihrem Auftritt als kleine Baufachleute. „Wer will fleißige Handwerker sehen“, fragten sie singend in die Runde der zahlreichen Besucher. Dabei offerierten sie ihre fachlichen Vorzüge. Von der „Landesbaubehörde“ erschien Harry Raith, ein Kabarettist aus Winnweiler. Humorvoll schilderte er das „harte Verfahren“. Abteilungen des örtlichen Sportvereins seien ständige Nutzer der Gemeindehalle, allen voran die Zumba-Gruppe, betonte Schriftführer Andreas Immel. Das Haus sei ein Zugewinn für alle Vereine und Gemeinschaften, betonte Kurt Müller vom Wämmes-Club. Neben den Sportflächen sind auch Räumlichkeiten für Sitzungen und Versammlungen geschaffen worden. Die Bewirtung zur Neujahrsempfang und der Halleneinweihung übernahmen die Mitglieder des Ortsbeirates mit Unterstützung aus der Bevölkerung.