Donnersbergkreis In der Rückrunde richtig Gas gegeben

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WINNWEILER. Furios gestartet, zeitweise auf einem potenziellen Abstiegsplatz gestanden und am Ende souverän die Klasse gehalten: Der ASV Winnweiler hat sich in seinem ersten Jahr in der Verbandsliga Südwest behauptet und die Saison mit 41 Punkten auf Rang zehn abgeschlossen. Einer starken Heim- steht eine durchwachsene Auswärtsbilanz gegenüber. Die Elf von Jürgen Giehl ist in der Rückrunde wesentlich kompakter aufgetreten.

Der ASV startete überraschend gut: Mit der Aufstiegs-Euphorie im Gepäck hatte die Mannschaft nach drei Partien schon sechs Zähler auf dem Konto. Bis zum zehnten Spieltag sollten allerdings – auch bedingt durch größere Personalsorgen – nur ein mageres Pünktchen und dafür reihenweise Gegentore dazukommen. Doch der ASV fing sich, punktete bis zur Winterpause nochmals gut – und begann das Jahr 2016 mit drei Heimsiegen. Vor allem defensiv, im Arbeiten gegen den Ball, trat Winnweiler meist kompakt und aggressiv auf. Erfolgsrezept der Offensive war das schnelle Umschaltspiel nach Balleroberung. Den Klassenerhalt sicherte sich der Verbandsliga-Neuling am drittletzten Spieltag. Die Rückrundentabelle schloss er gar auf Rang sechs ab. „Nur“ 64 Gelbe Karten und keine Gelb-Rote Karte, dafür vier Rote Karten, drei davon wegen Meckerns. In der Fairnesstabelle macht das Rang vier – es wäre mehr drin gewesen. 27 Spieler mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren kamen zum Einsatz. Nach dem überraschenden Wechsel von Philipp Heimler stand der ASV in der Sommervorbereitung ohne Torhüter da. Drei Wochen vor dem ersten Saisonspiel stellte der Verein Robin Assel als Nachfolger vor. Der 22-Jährige, dessen Vater in Jakobsweiler wohnt, kam nach zwei Jahren Auslandsaufenthalt ohne echte Spielpraxis an den Rauhen Weg und entpuppte sich als erhoffter Rückhalt. Zweimal wurde er vom nimmermüden Torwarttrainer Gerd Hanauer (51) vertreten. In der Innenverteidigung setzte Coach Jürgen Giehl auf die groß gewachsenen Christoph Scharfenberger und Jakob Siebecker, die allerdings durch Urlaub und Verletzungen nur zehn Spiele gemeinsam bestritten. Nach der schweren Fußverletzung des überzeugenden Luka Karch am zwölften Spieltag erwies sich Winterneuzugang Lukas Dreger (33) als Glücksgriff. Der Defensivspezialist mit Oberliga-Erfahrung stabilisierte die Mannschaft. Die ASV-Eigengewächse Christian Geißler (einziger Spieler, der alle 30 Partien absolvierte) und Yannic Orschiedt agierten auf den Außenverteidiger-Positionen. Letzterer konnte aber wegen seines Studiums in Karlsruhe kaum am Training teilnehmen. Vor der Abwehrkette entwickelte sich neben Christian Vollmer und Pascal Hertel, die immer mal wieder offensiver eingesetzt wurden, Tim Giehl zur Stammkraft. Nachdem Stratege und Ballschlepper Waldemar Schneider in der Hinrunde noch mit 13 Toren geglänzt hatte, entschied sich Trainer Giehl im Jahr 2016 für einen besonderen Schachzug: Er zog Schneider von der „Zehn“ auf die „Sechs“. Das schuf vor allem mehr Räume für den offensiven Mittelfeldspieler Marco Petrusch, der acht seiner neun Saisontore in der Rückserie erzielte. Nachdem die Runde für Waldemar Maurer im Winter beendet war, verkörperte Fabian Schmitt die einzige nominelle Spitze. Mit 19 Vorlagen und 14 Toren avancierte der schnelle Angreifer zum ASV-Topscorer. Als Allrounder und sehr mannschaftsdienlicher Spieler erwies sich Sascha Ahrens, der zur neuen Saison kürzer treten wird. Mittelfeldmotor Alexander Matinski stieß nach einem Auslandsaufenthalt erst zur Rückrunde zum Team, gewöhnte sich aber rasch an das höhere Tempo. Neuzugang Hendrik Schwab war vom Pech verfolgt, fiel fast die ganze Saison aus. Verbandsliga-Luft schnupperten mit Bastian Steer, Markus Steigerwaldt, Elias Hühn und David Maurer vier weitere Spieler aus der eigenen Jugend. Alexander Schönmaier und Jan Giehl halfen wenige Male aus. Sebastian Doll traf bei seinen neun Kurzeinsätzen zweimal, war dann verletzt. Der Kader ASV Winnweiler, Verbandsliga Südwest 2015/2016 Tor: Robin Assel (22 Jahre/29 Einsätze/0 Tore), Gerd Hanauer (51/3/0) Abwehr: Christian Geißler (26/30/1), Sascha Ahrens (30/24/1), Yannic Orschiedt (22/24/0), Christoph Scharfenberger (29/23/0), Jakob Siebecker (27/22/3), Lukas Dreger (33/11/1), Elias Hühn (19/7/0), Alexander Schönmaier (29/3/0), David Maurer (24/3/0), Jan Giehl (24/2/0), Artur Schönmaier (24/1/0) Mittelfeld: Waldemar Schneider (28/27/13), Christian Vollmer (23/28/1), Marco Petrusch (26/28/9), Pascal Hertel (23/25/3), Tim Giehl (22/21/0), Bastian Steer (19/14/0), Alexander Matinski (24/8/0), Luka Karch (24/10/0), Hendrik Schwab (19/7/0), Veton Ratkocieri (24/1/0) Sturm: Fabian Schmitt (26/28/14), Waldemar Maurer (29/15/3), Markus Steigerwaldt (21/13/0), Sebastian Doll (23/9/2) Trainer: Jürgen Giehl (50), seit 2004.

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