Donnersbergkreis „In der B-Klasse gibt es also keinen Absteiger“
«Münchweiler.» Das Saisonfinale im Fußballkreis Kaiserslautern-Donnersberg steht bevor. Die Frage nach möglichen Auf-und Abstiegen beschäftigt wieder Fußballfreunde aus dem ganzen Kreis. Fußballkreis-Vorsitzender Udo Schöneberger erläutert die „teilweise sehr verzwickten“ möglichen Konstellationen gegenüber der RHEINPFALZ.
Meisterschaft, Relegationsplatz, Rang drei – für den TuS Rüssingen ist noch alles drin. Ein Punkt trennt Tabellenführer TuS Hohenecken vom Verfolger aus der Nordpfalz. Auf Rang drei lauert der VfR Baumholder, der am letzten Spieltag noch mit den Rüssingern nach Punkten gleichziehen könnte – das Torverhältnis spielt hier keine Rolle. Würde das eintreffen, so Schöneberger, müsste der TuS am 24. Mai zum Entscheidungsspiel gegen Baumholder antreten. Die Aufstiegsspiele wären in diesem Fall für den 27. Mai und den 1. Juni sowie – falls nötig – 4. Juni angesetzt. Belegt nur eine Mannschaft Rang zwei, wird am 24. und 27. Mai sowie eventuell am 1. Juni um den Aufstieg gespielt. Das könnte am Ende auch für die SG Alsenztal wichtig werden. Sollte nämlich keine Mannschaft in die Landesliga West absteigen, der Landesliga-Zweite zugleich aber aufsteigen, gibt es nur einen Absteiger – und der hieße SV Hermersberg. Bezirksliga Während der TuS Steinbach sich mit Glück am allerletzten Spieltag noch den Relegationsplatz sichern könnte, den derzeit der FC Fehrbach belegt, kann der TuS Göllheim am anderen Tabellenende nicht mehr viel an seiner Lage ändern. Zwar kann der TuS im direkten Duell gegen Olympia Ramstein den drittletzten Platz erreichen, „in der Bezirksliga gibt es aber mindestens drei, höchstens vier Absteiger. Göllheim ist abgestiegen“, so Schöneberger. Nur die Abmeldung einer Mannschaft könnte daran noch etwas ändern. A-Klasse An der Tabellenspitze der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg ist schon alles klar: Mit dem FV Rockenhausen steht der Meister bereits fest. Und auch der Relegationsplatz ist an den SV Morlautern II fest vergeben. Anders sieht es im Tabellenkeller aus. Einen Spieltag vor Schluss belegt die SG NMH Niederkirchen mit 25 Punkten das Tabellenende. Zu den potenziellen Absteigern zählen noch die SG Appeltal (Rang 13/30 Punkte) und der TSV Dörnbach (15/26). Auf Platz 14 rangiert der FC Erlenbach (29 Punkte). Normalerweise steigen drei Mannschaften aus der A-Klasse ab. „Die Voraussetzung dafür ist, dass Göllheim aus der Bezirksliga absteigt und Morlautern II der Aufstieg nicht gelingt“, erklärt Schöneberger. Steigt Morlautern auf, gäbe es nur zwei Absteiger. Eine Besonderheit gibt es zudem: Mit dem Abstieg von Niederkirchen muss die zweite Mannschaft aus der B-Klasse zwangsabsteigen. B-Klasse In der B-Klasse Nord ist oben schon alles klar: Der SV Gundersweiler hat sich den Titel früh gesichert, Platz zwei ist dem TuS Ramsen I nicht mehr zu nehmen. Die Aufstiegsspiele gegen den Zweiten der Südstaffel bestreitet Ramsen voraussichtlich am 27. und 30. Mai sowie – falls nötig – am 3. Juni. Ganz sicher ist das aber noch nicht. Siegt der SC Siegelbach am Sonntag beim SV Neuhemsbach, teilen sich beide punktgleich Rang eins. Verliert der SC Siegelbach und der SV Wiesenthalerhof gewinnt sein letztes Spiel, teilen sich beide Rang zwei, und der SV Neuhemsbach wäre Meister. Dann wäre am 27. Mai erst ein Entscheidungsspiel fällig, bevor am 30. Mai das erste Aufstiegsspiel startet. Auch hier gibt es eine Besonderheit, so Schöneberger: „Wenn TuS Ramsen I die Relegationsspiele nicht schafft, besitzt Ramsen II keine Aufstiegsmöglichkeit.“ Gute Nachrichten gibt es für die Mannschaften am Tabellenende. Je 16 Teams starteten in der Nord- und Süd-Staffel in die Saison. Mittlerweile hat in beiden Staffeln bereits eine Mannschaft abgemeldet, die somit als Absteiger feststehen: die SG Göllheim/Biedesheim II und der ESC West Kaiserslautern. Insgesamt, so Schöneberger, steigen drei Mannschaften aus der B-Klasse ab. Durch den Zwangsabstieg der SG NMH Niederkirchen II steht auch Absteiger Nummer drei fest. „In der B-Klasse gibt es also keinen Absteiger“, sagt Schöneberger. Zudem habe eine Mannschaft signalisiert, eventuell freiwillig aus der B-Klasse auszuscheiden, so Schöneberger. Und: „Eine Fusion findet mit großer Wahrscheinlichkeit zwischen dem TuS Schmalenberg und der TSG Trippstadt statt“, betont der Kreisvorsitzende. Um dem drohenden Mannschaftsmangel in der B-Klasse vorzubeugen, so Schöneberger, habe er beim Verband einen Antrag gestellt, wodurch auch der Tabellendritte der C-Klasse die Möglichkeit bekommen sollte, eventuell in die B-Klasse aufzusteigen. „Diesem Antrag wurde jedoch nicht stattgegeben, da es die Satzung nicht hergibt“, so Schöneberger. Damit habe er gerechnet, trotzdem wollte er nichts unversucht lassen. Nun hofft der Fußballkreis-Vorsitzende, wieder zwei 16er-Runden stellen zu können. Zur Zusammensetzung der Klassen kann Schöneberger noch nichts Genaueres sagen. Wo es sich balle, weiche eine Mannschaft in die andere Staffel aus. „Vereine im Grenzbereich wie Ramsen, Winnweiler II, Lohnsfeld, Münchweiler oder Enkenbach, Alsenborn, Otterberg sind immer Kandidaten, die ausweichen könnten oder müssen.“ Zudem wolle Fatihspor Kaiserslautern aus der B-Klasse Nord zu Süd zurückwechseln, um die weiten Anfahrtswege zu vermeiden. C-Klasse In der Nord-Staffel steigt die TSG Kerzenheim als Meister auf. Um Platz zwei liefern sich der SV Imsbach und die SG Steinbach/Börrstadt II noch ein enges Duell. In der Süd-Staffel stehen der SV Lohnsfeld und der TuS Ramsen II als Meister und „Vize“ fest. Welcher der beiden Zweitplatzierten in die B-Klasse aufsteigt, wird am 24. und 28. Mai sowie gegebenenfalls am 1. Juni ermittelt. Sollte Ramsen II die Aufstiegsspiele gewinnen, Ramsen I aber nicht, rückt Imsbach oder Steinbach als Aufsteiger nach. Auch in der C-Klasse sind laut Schöneberger mehrere Varianten denkbar: „Vielleicht spielen wir drei C-Klassen mit einer Zwölfer oder 13er Runde oder auch zwei 18er Klassen.“