Donnersbergkreis Im Neubaugebiet steigt endlich der Druck

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In Rüssingen wird derzeit eine Menge Erde bewegt. Nicht nur werden die Aussiedlerhöfe ans allgemeine Kanalnetz angeschlossen, auch das Pumpenhäuschen wird versetzt und mit stärkeren Pumpen ausgestattet. So bekommt das „Neubaugebiet“, das so neu nun auch nicht mehr ist, nach Jahrzehnten endlich ordentlichen Wasserdruck. Und weil die Gelegenheit günstig ist, werden auch gleich noch Hausanschlüsse für neun neue Bauplätze an der Bangertsgasse verlegt.

„Der Gesetzgeber sieht vor, dass nach und nach auch Aussiedlerhöfe ans allgemeine Abwassernetz angeschlossen werden müssen“, erklärt Ortsbürgermeister Steffen Antweiler, zugleich auch Bürgermeister der Verbandsgemeinde Göllheim, die über die VG-Werke die Baumaßnahme trägt, die Ausgangslage. Und weil es im vergangenen Jahr die Möglichkeit eines zinslosen Darlehens für die Werke gab, werden die vier Lindenhöfe – drei gehören zur Gemeinde Rüssingen, der vierte zu Immesheim – jetzt angeschlossen. „Weil wir gerade dabei sind und der Graben ohnehin offen ist, wollen wir im Zuge der Erdarbeiten auch die 50 Jahre alte Wasserleitung erneuern und gleichzeitig die Pumpstation ertüchtigen“, so Antweiler. Eine stärkere Pumpe soll garantieren, dass der Wasserdruck für das inzwischen gar nicht mehr so neue „Neubaugebiet“ endlich erhöht werden kann. „Die Leute beschweren sich zu Recht schon seit Jahren über den viel zu niedrigen Druck“, erklärt der Ortschef. Gerade zu bestimmten Zeiten, zum Beispiel samstagsnachmittags, tröpfele es nur noch aus der Leitung. Das Pumpenhäuschen, das bisher am Dorfgemeinschaftshaus stand, soll zu diesem Zweck komplett umgesetzt werden – es wandert an den Rand des Neubaugebietes. Die Mehrkosten, die diese Aufrüstung mit sich bringt, wird die Ortsgemeinde tragen. Die Gesamtmaßnahme – der Bau des Häuschens, die Verlegung der Abwasser- und Wasserleitungen sowie die Hausanschlüsse in der Siedlung – kostet laut Antweiler rund eine Million Euro. Im Zuge dieser Baumaßnahme hat die Ortsgemeinde auch gleich noch neun neue Bauplätze an der Bangertsgasse erschlossen. Die Bauarbeiten sind auf acht Monate terminiert, Antweiler ist jedoch optimistisch, dass dieser Zeitrahmen nicht ausgeschöpft wird. (ajh)

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