Donnersbergkreis Im Kreis verbreitet

Wer kennt nicht die Nachtigall als Königin des Gesanges unter den Vögeln? Ihr nächtliches Lied erfreut viele Menschen. Ihrem Vorkommen im Kreis galt eine Erhebung der „Nabu“-Kreisgruppe.
Bereits im Frühjahr 2005 hatte der „Nabu“ mit Hilfe der Bevölkerung eine Erhebung durchgeführt. Über das Ergebnis freuten sich die Naturschützer sehr: 253 singende Männchen in 65 Gemeinden deckten den Landkreis fast ganz ab. Nach neueren Beobachtungen der „Nabu“-Vogelschützer erhöht sich diese Zahl auf über 300. Im Donnersbergkreis kommt die Nachtigall recht häufig vor. Damit sie auch in Zukunft hier Hausrecht hat, müssen Büsche und Hecken erhalten bleiben. Wie Lebensraum für die Nachtigall geschaffen werden kann, zeigt der Straßenbau. Ein schönes Beispiel dafür ist die Umgehungsstraße (B 48) bei Winnweiler. Beim ihrem Bau wurden Hunderte Büsche und Bäume an Böschungen und Abfahrten gepflanzt. Nach mehr als 30 Jahren wurde das Buschwerk so groß, dass Nachtigallen darin leben. In den letzten Wochen sangen 13 Männchen auf der 2,2 Kilometer langen Strecke zwischen dem Bahnhof Winnweiler und der Autobahnauffahrt. Im Ort trillerten 32 Sänger. Damit ist Winnweiler das Nachtigallen-Zentrum im Kreis. Der Gesang der Nachtigall klingt abwechslungsreich und melodisch. Trillernde, flötende und hart schmetternde Motive wechseln miteinander ab. Besonders ins Ohr geht das Schluchzen, langgezogene anschwellende Pfeiftöne in absinkender Tonhöhe. In der Nordpfalz ist sie von Mitte April bis Mitte Juni zu hören. (as/Foto: dpa)