Handball
HR-„Wölfinnen“ zeigen in Bobenheim bisher beste Saisonleistung
Mit unterschiedlichen Gefühlslagen fuhren die Teams der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim am ersten Advent von ihren Auswärtsspielen nach Hause. Die Damen freuten sich in der Bezirksoberliga über den zweiten Sieg in Serie. Die Oberliga-Herren mussten dagegen nach starkem Beginn die Punkte in Waldsee lassen.
In der 24. Minute erzielte Tarek Franck das 13:11 für die „Nordpfälzer Wölfe“. Bis dahin spielten die Gäste einen richtig guten Handball und machten es den Hausherren schwer. Warum es bei der 39:29 (17:16)-Niederlage letztlich nichts mit einem oder zwei Punkten wurde, zeigte sich nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit. Aus einem 17:18 wurde binnen weniger Minuten ein 18:24. „Wir haben noch nicht die Bank, um gegen das Tempospiel von Waldsee zu bestehen“, stellte HR-Trainer Johannes Finck fest. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff seien etablierte Oberligisten, wie Waldsee einer ist, den „Wölfen“ voraus, so Finck. „Es tut mir für die Mannschaft leid, dass sie sich deshalb für eine gute Leistung noch nicht belohnen kann. Aber wir werden daran arbeiten“, verspricht Finck und war doch zufrieden, dass seine Mannschaft die Gastgeber immer wieder vor Probleme stellen konnte.
Toller Oberliga-Einstand für 17-jährigen Neiß
Einen tollen Einstand feierte der gerade erst 17 Jahre alt gewordene Anton Neiß. Vier Treffer gelangen dem Teenager bei seinem Oberliga-Debüt. „Ich hoffe, dass diese tolle Leistung ein anspornendes Beispiel für seine Mannschaftskameraden aus der A-Jugend ist“, stellt Finck fest, dessen Team die Vorrunde am kommenden Wochenende mit einem Derby gegen die HSG Eckbachtal abschließt.
Im letzten Spiel des Kalenderjahres 2024 und der Hinrunde zeigten die „Nordpfälzer Wölfinnen“ beim 28:17 (16:7)-Erfolg beim SC Bobenheim-Roxheim ihre bisher beste Saisonleistung. HR-Trainer Daniel Griebe hob dabei besonders die starke Defensivleistung hervor. In einem Viertel der Spielzeit kassierten die „Wölfinnen“ gerade einmal drei Treffer, erzielten ihrerseits aber neun. Das war bereits eine Vorentscheidung. „Wir hatten den gegnerischen Angriff über 60 Minuten komplett im Griff. Das war richtig stark“, lobte Griebe sein Team. Einziges Manko: der fahrlässige Umgang mit klaren Torchancen – mal wieder. „Wir hätten deutlich mehr Tore werfen müssen“, fand der Coach.
Wenn sich der Coach über eine Zeitstrafe freut
Das fiel bei der deutlichen Überlegenheit nicht weiter ins Gewicht, hätte bei einem stärkeren Gegner aber ein entscheidender Faktor sein können. Ein Extralob verdiente sich Alesia Klag – und das nicht nur wegen ihrer elf Treffer. „Sie hat auch in der Abwehr viele Bälle erobert und sehr gut verteidigt“, meinte Griebe und freute sich sogar über eine Zeitstrafe der 18-Jährigen. „Alessia ist normalerweise eine sehr verhaltene Abwehrspielerin, die niemanden weh tun möchte. Heute hatte sie eine gesunde Aggressivität gezeigt“, sagte er. Der Trend der „Wölfinnen“ ist weiter positiv. Hält dieser an, können sie sich in der Rückrunde noch über weitere Siege freuen.
So spielten sie
HR-Herren: Steinmetz, Frey, Griebe - Junghanß (7), Kerber (6), Heinz (5/4), Neiß (4), Samuel Boger (2), Nitz (2), Seibert (1), Franck (1), Springer (1), Selz, Leon Boger
HR-Damen: Hitschel, Walter - Klag (11/3), Herrmann (5), Weil (4), Wrobbel (4), Setzer (2), Eibel (1), Seibert (1/1), Verheyen, Roll, Heydari, Geiger, Schwarz.