Donnersbergkreis Hier finden Bienen Nahrung in Fülle

Zum Wohl der Bienen und der heimischen Natur hat der Imkerverein Donnersberg in Jakobsweiler auf dem Friedhofsgelände eine erste Bienenweide angelegt.
Die Blumen von der Bienenweide werden sich von Frühjahr bis Spätherbst im Blühen abwechseln, so dass Bienen und andere Insekten, unter anderem Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge, über mehrere Monate im Jahr ein Ziel zum Anfliegen haben und ihre Versorgung so langfristig gesichert ist, erklärten die Imker Frank Steingass und Helmut Nieder-auer, gleichzeitig Ortsbürgermeister von Jakobsweiler. Niederauer will damit eine Vorreiter-Rolle für seine Amtskollegen einnehmen und sie, wie auch interessierte Privatpersonen und Landwirte, überzeugen, mehr für den Erhalt der Wildbienen und Hummeln zu tun. Mit einer Bienenweide soll für die fliegenden Honigproduzenten und notwendigen Pflanzenbestäuber eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung gewährleistet werden. Bienenweidenpflanzen, wie zum Beispiel Kornblumen, Buchweizen und Ringelblumen, erzeugen besonders reichhaltigen Nektar sowie Pollen und werden deswegen von Honigbienen häufig besucht und stärken die Vitalität der Bienenvölker. Frank Steingass vom Imkerverein erläutert: „Die Situation unserer heimischen Bienen, die so wichtig für die Bestäubung einer Vielzahl unserer Nutzpflanzen sind, hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert.“ Neben der schädlichen Varroamilbe und dem Einsatz von Pestiziden würden die Bienenvölker durch einen Mangel an Ernährung zusätzlich geschwächt. Oftmals müssten naturbelassene und artenreiche Blumenwiesen dem großflächigen Anbau von Kultur- und Nutzpflanzen, wie zum Beispiel Raps, weichen. „Wenn diese jedoch verblüht sind, finden die dort ansässigen Bienen nur noch wenig Futter“, so Steingass. „Das Projekt zur Pflanzung von Bienenweiden in Jakobsweiler ist ein kleiner Schritt, um diesem Prozess entgegenzuwirken und eine ganzjährige Versorgung unserer heimischen Bienen zu gewährleisten.“ Davon profitieren letztendlich auch andere Tierarten, erklären die Imker: Singvögel ernähren sich beispielsweise von Samen und Beeren, die es ohne die Bestäubung der Bienen nicht geben würde. Ermöglicht wird die Umsetzung des Projektes durch die ehrenamtliche Arbeit von Helmut Niederauer und anderen freiwilligen Helfern aus Jakobsweiler sowie einer Spende der Firma Fliesen-Steingass aus Kirchheimbolanden. Jetzt werden noch weitere Flächen und Helfer gesucht, den Samen zum Anlegen einer Bienenweide stellt der Imkerverein zur Verfügung. „Schön wäre es, wenn auch Landwirte oder interessierte Privatpersonen bei uns mitmachen würden. Wir suchen Flächen und brauchen Freiwillige, die sich auch nach dem Anlegen der Weide um das Stück kümmern. Es gibt doch so manches brachliegende Obststück oder kleines Feldstück, das dazu sicher geeignet wäre“, hofft Frank Steingass. Fünf Jahre lang soll eine neuangelegte Wiese zunächst bestehenbleiben, dann wird entschieden wie es mit dem Projekt weitergeht. „Es wäre schön, wenn sich noch weitere Gemeinden oder Ortsteile diesem Projekt anschließen würden. Wer Interesse hat, kann sich beim Imkerverein Donnersberg melden. Die Telefonnummer lautet 06357 4091894“, so Frank Steingass. (gth)