Rockenhausen RHEINPFALZ Plus Artikel Herbstfestumzug Nummer eins nach der Zwangspause: Ein voller Erfolg

Der Wagen der Stadt Rockenhausen eröffnete den ersten Herbstfest-Umzug nach der Zwangspause.
Der Wagen der Stadt Rockenhausen eröffnete den ersten Herbstfest-Umzug nach der Zwangspause.

Nach zwei Jahren Pause fand am Sonntag in Rockenhausen endlich wieder einer der Höhepunkte im jährlichen Stadtgeschehen statt: der traditionelle Festumzug im Rahmen des Nordpfälzer Herbstfestes. Erstmals wurde ein Publikumspreis vergeben.

Knapp 60 Motivwagen, Musik- und Fußgängergruppen hatten sich zum 73. Herbstfest versammelt, um den knapp zweistündigen Umzug durch die Nordpfalzmetropole zu starten. Und auch Petrus gab sich wohlwollend: Nach den beiden verregneten Vortagen strahlte die Sonne pünktlich ab Beginn des Umzugs. Die Zuschauer, die zahlreich die Festzugsroute säumten, waren sichtlich angetan und ließen sich von der ausgelassenen Stimmung direkt mitreißen. Eine bunte Mischung aus lokalen Vereinen und Organisationen erwartete das Publikum. Und auch aus dem Umland waren wieder viele Teilnehmer angereist.

Die Straßen waren voll am Herbstfest-Sonntag.
Die Straßen waren voll am Herbstfest-Sonntag.

Angeführt wurde der Zug traditionell vom Wagen der Stadt Rockenhausen, die sich als Motiv ein Modell ihres Schlosses gewählt hatte. Flankiert wurde der Eröffnungswagen ferner von der Nahe-Weinprinzessin Sofia Forster. Und für eine erste musikalische Untermalung sorgte im Anschluss die Gesangvereinskapelle Rockenhausen, die die Zuschauer gleich ordentlich in Stimmung brachte. Auf dem Fuße folgte dann eine Gruppe Abgesandter eines wohlbekannten gallischen Dorfes und erfreute so gleich zum Auftakt die Zuschauer.

Es war mächtig was los beim lange ersehnten Umzug. Im Vordergrund die Gesangvereinskapelle Rockenhausen.
Es war mächtig was los beim lange ersehnten Umzug. Im Vordergrund die Gesangvereinskapelle Rockenhausen.

Bambini-Wehr darf sich über Prämierung freuen

Das „Dörnbacher Königspaar“ grüßte sein Volk zum 75. Jubiläum aus der Traktorschaufel in entspannter Rückenlage. Und im Anschluss wurden die Zuschauer direkt verköstigt: Saure Gurken gab es bei den „Straußborsch Dörnbach“ rechts und links der Paradestrecke. „Hosche Kummer, helft nur e eschdi Gummer“, hieß das Motto. Akrobatisch wurde es mit der Tanzgruppe Apricity, die in farbenfrohen Kostümen eine eindrucksvolle Choreographie darbot. Im Anschluss erinnerte der wunderschön restaurierte „Rudi-Bulldog“ mit überlebensgroßer D-Mark daran, dass 1948 halt „noch anern Zeite warn“.

Die jüngsten Mitglieder ihrer Feuerwehr waren in der Bambini-Wehr von der Gemeinde Teschenmoschel entsandt worden. Der liebevoll gestaltete „Mini-Feuerwehr“-Motivwagen sorgte für viel Entzücken unter den Zuschauern – und erntete später den ersten Platz bei der traditionellen Fahrzeug-Prämierung. Platz zwei ging an die Ortsgemeinde Schönborn, die den Klimawandel thematisierte und auf ihrem Motivwagen die weiße Pracht vermisste. Dritter wurden die Dörnbacher Straußborsch.

Mit Wurffiguren auf Platz eins

Mit spektakulären Wurffiguren beeindruckte die Akrobatik-Fußgruppe der VT Rockenhausen. Der Lohn: Rang eins bei der Prämierung der Fußgruppen vor dem Ponyverein Schönborn und der IGS Rockenhausen, deren Bläserklasse aufspielte und für einen echten Stimmungshöhepunkt sorgte.

Nicht fehlen durfte auch ein bekannter Zauberer aus Mittelerde, der mit seinen Gefährten hoch zu Ross im Gefolge mitritt. Mannschaftssport wurde dann auch noch geboten: Der TC Rockenhausen lieferte sich ein echtes Tennismatch. Auch diese Darbietung sorgte für viel Szenenapplaus. Die Städtefreundschaft mit der Partnergemeinde Rognac fand auch wieder ihren Ausdruck im Zug.

Eindrücke aus Mittelerde.
Eindrücke aus Mittelerde.

„Quetsche grüßen Fresser“

Einen liebenswerten Akzent setzte eine Oldtimer-„Knutschkugel“: Eine Isetta sorgte für einen weiteren nostalgischen Moment. „Alt“ wurde es aber auch ausgerechnet bei einer Straußjugend: Jene aus Seelen machte nämlich Werbung für ihr Oktoberfest in der „Alten Welt“. Die Gemeinde wurde zusätzlich durch die „Seeler Quetsche“ repräsentiert, die humorig die „Rockenhauser Fresser“ grüßten.

Beim Motivwagen des DRK-Ortsverbands hingegen konnte man sich im Anschluss dann auch bei Bedarf behandeln lassen, bevor es schließlich noch in den Dschungel ging. Die wunderschön choreographierte Darbietung der Tanzgruppe Bosenbach erhielt spontan viel Applaus entlang der Strecke. Am Ende bekam sie den erstmals vergebenen Publikumspreis. Und zum Schluss wurde buchstäblich noch mal aufgefahren: Mit spektakulären „Wheelies“ begeisterte „Hippel Racing“ die Gäste, bevor die Herbstfestfreunde den Schluss des Zuges einläuteten.

„Hippel Racing“ begeisterte mit Stunts.
»Hippel Racing« begeisterte mit Stunts.

Der erste Umzug nach der corona-bedingten Zwangspause hinterließ viele strahlende Gesichter auf und neben der Strecke. Ein wahres Feuerwerk an Unterhaltung mit viel Farbenpracht, Einfallsreichtum und vor allem Spaß bei Teilnehmern und Zuschauern.

Auch die Erlebnispädagogik kam nicht zu kurz.
Auch die Erlebnispädagogik kam nicht zu kurz.

„Cool Kids“ – das Plakat war absolut passend.
»Cool Kids« – das Plakat war absolut passend.
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