Rockenhausen
Herbstfest, Museen, Märkte: Wo Rockenhausen sparen muss
Die Liste ist zwar sehr lang, doch letzten Endes würden auch zahlreiche Einsparungen der Stadt Rockenhausen keinen ausgeglichenen Haushalt bringen. Die Kommunalaufsicht erwartet jedoch, möglichst viel einzusparen, um die Lücke so gut es geht zu schließen. Entsprechend tagte in Rockenhausen bereits dreimal ein dafür einberufener Haushaltskonsolidierungsausschuss. Zuletzt stellte dieser eine Liste vor, an welchen Stellen und Projekten sich sparen ließe. Darüber entscheiden wird der Stadtrat aber erst in einer der nächsten Sitzungen.
Klar ist schon jetzt: Beliebt machen wird sich der Rat mit diesen Streichungen und Kürzungen nicht. Man ist sich einig, dass Einsparungen, gepaart mit ebenfalls kaum vermeidbaren Steuererhöhungen, die Lebensqualität nicht zu sehr einschränken dürfen. Annette Schreiber, stellvertretende Fachbereichsleiterin für Finanzen bei der VG Nordpfälzer Land, stellte die Liste vor, auf der erwartbar viele Punkte aus den sogenannten freiwilligen Leistungen auftauchten. Etwa das Herbstfest. „Die Überlegungen gingen unter anderem dahin, die Standgebühr zu erhöhen oder für den Abschlussabend am Montag ein geringes Eintrittsgeld zu verlangen“, sagte Schreiber. Auch könnte man bei der Musikkapelle womöglich noch etwas Geld sparen. Ähnlich sieht es beim Weihnachtsmarkt aus, wo das Ziel „eine schwarze Null“ wäre. Auch hier könnten die Standgebühren angehoben werden; beim Rahmenprogramm und der Öffentlichkeitsarbeit besteht Einsparpotenzial.
Auch den Spielplätzen droht der Rotstift
Ebenfalls prominent auf der Liste vertreten sind die Museen der Stadt. Beim Heimatmuseum, dem Museum der Zeit und dem Museum der Künste könnte der Rotstift bei der Öffentlichkeitsarbeit, eventuell sogar beim Personal angesetzt werden. Das kulturelle Programm, etwa die Seniorenveranstaltungen, die „SommerZeit“ oder die Carillon-Konzerte sollen ebenfalls auf die Probe gestellt werden.
Eingespart werden könnte aber auch beim Rat selbst. Eine Senkung des Sitzungsgeldes steht als Option im Raum. Auch sollen die Gebühren, etwa bei den Wohnmobilparkplätzen oder den öffentlichen Toiletten angehoben werden. Bei den Spielplätzen könnte man prüfen, ob veraltete oder wenig genutzte Plätze, wo Investitionen nötig werden, geschlossen werden könnten.
Eine lange Liste also, die unterm Strich bis zu 240.000 Euro an Einsparungen pro Jahr bringen könnte. Viel Geld, aber eben nicht genug, um den Haushalt auszugleichen. Entsprechend verhalten reagierte der Rat auf die Vorschläge.