GÖLLHEIM
Haus Gylnheim: Photovoltaik kombiniert mit Wärmeschutz und Car-Sharing
Das Maßnahmenpaket reicht weit über den Wärmeschutz hinaus und umfasst auch zwei Car-Sharing-Plätze für Elektroautos mit Ladestation.
Dreh- und Angelpunkt der geplanten Maßnahmen ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Pultdach des kleinen Saales von Haus Gylnheim. Mit dem erzeugten Strom sollen die Verschattungsanlagen an der Fassade des großen Saales automatisiert betrieben werden. Vor allem aber soll mit dem Strom ein in die Lüftungsanlage integriertes Kühlmodul bei Sommerhitze für frische Luft sorgen.
Da es am wirtschaftlichsten ist, einen möglichst großen Teil des erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen, wird das Gebäudemanagement um das Car-Sharing-Projekt ergänzt. Die zugrundgelegten Schätzkosten lassen wegen der höheren Auslastung eine Amortisationsdauer der Photovoltaikanlage von etwa sieben Jahren erwarten.
Auch Eingangstür soll erneuert werden
Im Zuge der Baumaßnahmen soll darüber hinaus die reparaturanfällige Eingangstür von Haus Gylnheim erneuert und klimatisch optimiert werden. Das Gesamtprojekt wird entsprechend diesen Vorschlägen vom Büro Persohn im Detail geplant und umgesetzt, die Fördermöglichkeiten ausgelotet.
Das Car-Sharing-Projekt bewertet Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller als einen Versuch: „Es wird spannend, ob und wie es sich im ländlichen Raum bewährt.“ Ein Risiko sieht er darin jedenfalls nicht. „Ein Auto steht bereits zur Verfügung, und eine Ladestation auf dem Parkplatz ist in jedem Fall ein Gewinn.“
Die Installation eines Stromspeichers, so ein weiterführender Gedanke, könnte die Gesamtanlage noch wirtschaftlicher gestalten.