Falkenstein RHEINPFALZ Plus Artikel Haupteingang zur Burg Falkenstein muss erneuert werden

Die Schäden an der Holzbrücke, die zur Burg Falkenstein führt, waren schon 2021 deutlich sichtbar.
Die Schäden an der Holzbrücke, die zur Burg Falkenstein führt, waren schon 2021 deutlich sichtbar.

Die Burg Falkenstein lockt viele Touristen an, die über die große Holzbrücke an der Freilichtbühne laufen, um die Ruine von innen zu erkunden. Doch an der Brücke sind seit einigen Jahren deutliche Beschädigungen zu erkennen.

Vor mehr als 30 Jahren wurde die Holzbrücke als Haupteingang für die Burgruine Falkenstein errichtet. Schon seit 2021 steht fest, dass die Brücke dringend saniert werden muss. „Der Zahn der Zeit hat schon kräftig am Holzbauwerk genagt, das die beiden Seiten über den Burggraben verbindet“, erläutert Ortsbürgermeister Volker Demmerle. Das Bauwerk sei zwar immer noch nicht einsturzgefährdet, aber es seien erhebliche Ausbesserungen notwendig – und zwar schnellstmöglich. Verschiedene Balken seien bereits angefault und an den Verzahnungen aus Metall kämen die Stifte zum Vorschein. Die schadhaften Balken müssen deswegen ausgetauscht werden.

Als Hauptgrund für die Mängel machte Demmerle vor zwei Jahren aus, dass man beim Bau der Brücke aus Holz versäumt habe, sie mit einer Überdachung zu versehen. So ist sie ganzjährig der wechselnden Witterung ausgesetzt: von Schnee, Eis und Regen bis hin zur prallen Sonne. „Wenn ich mir in anderen Regionen solche Bauwerke ansehe, sind sie meist überdacht und somit gut vor den Witterungseinflüssen geschützt. Nicht so die Holzbrücke als Aufgang zur Burgruine in Falkenstein“, sagte das Gemeindeoberhaupt weiter.

Einnahmen von Burg reichen nicht

Um die Brücke wieder auf den neusten Stand zu bringen, wird viel Geld benötigt. Die Burgruine zieht jedes Jahr viele Besucher zu Besichtigungen oder Veranstaltungen in dem Amphitheater an. Die Einnahmen sind jedoch zu gering, um die laufenden Kosten zu decken, und erst recht, um Investitionen zu tätigen. Deswegen müsse die Gemeinde jetzt aktiv werden. Demmerle schätzt den Kostenaufwand auf circa 90.000 Euro.

Neben den neuen Balken und Arbeitslöhnen werden dabei zum Beispiel auch Kosten für einen Gerüstbau anfallen. Denn die Arbeiten werden in luftiger Höhe ausgeführt werden müssen, während der Ausbesserungsarbeiten müssen Brückenteile gestützt werden. Das alles ergebe nur dann Sinn, wenn zeitgleich eine Überdachung aufgebaut wird. Eine Alternative wäre laut Demmerle, über eine Brücke aus Metall nachzudenken. Dann wäre keine Überdachung notwendig und die Haltbarkeit sei deutlich länger als bei Holz.

30.000 Euro von der Sparkasse

Dem Ortsgemeinderat lag nun ein Angebot für ein Gutachten über 2500 Euro vor. Diese Summe erschien den Ratsmitgliedern zu hoch, außerdem sei ein Gutachten nicht nötig, da die Schäden bereits erkennbar seien. Deswegen verzichtet die Ortsgemeinde zunächst auf die Einholung eines Gutachtens. Demnächst soll entschieden werden, wie es weitergeht. Ein Planungsbüro soll verschiedene Alternativen vorstellen. Einen Lichtblick in Sachen Finanzierung gibt es. Die Sparkasse Donnersberg hat für die Unterhaltung der Burgruine 30.000 Euro gespendet.

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