FALKENSTEIN
Handlungsbedarf bei historischer Mauer
Die Mauer steht in Falkenstein, links von der Hauptstraße oberhalb der Häuser im Hang und sei kaum zu sehen. Durch Hinweise einer Anwohnerin sei das Forstamt auf die Situation aufmerksam geworden. „Die Mauer ist im Hinblick auf die Verkehrssicherung maximal schwierig“, so Forstamtsleiter Lothar Runge. Das Bauwerk stehe im Hang, ein gutes Stück unterhalb eines Waldweges und sei schwierig zu erreichen. „Es ist steil, schotterig und zugewachsen.“
Es handelt sich laut Runge um einen Teil der früheren Ortsbefestigung, in die damals – wie in einer Stadtmauer – auch Türme integriert gewesen seien, wie man im Gelände noch erkennen könne.
Entstanden um das Jahr 1600
In der Denkmaltopographie des Kreises wird das Relikt näher beschrieben, seine Entstehung wird dort der Zeit um 1600 zugeschrieben. Von der früheren Höhe von etwa acht Metern sind heute noch etwa zwei oder zweieinhalb Meter verblieben, so Runge. Das Mauerstück ist über 100 Meter lang. Akut bestehe nach vorläufiger Gutachtermeinung keine Einsturzgefahr, doch ließen einzelne Steine, die vor der Mauer liegen, erkennen, dass sich hin und wieder daraus Brocken lösen. Und das heißt, dass die am Fuß des Hangs stehenden Häuser geschützt werden müssen.
Das Problem ist offenbar nicht neu. Denn ein Fangzaun ist bereits vorhanden, aber wohl einige Jahrzehnte alt und nicht oder nicht mehr vollständig. Genaueres sei nicht bekannt, da es dazu keine Unterlagen gebe. Am Montag hat nun eine Spezialfirma damit begonnen, diesen Fangzaun zu ertüchtigen und die fehlenden rund 25 Meter zu ergänzen, so Runge. Dafür sind zunächst 25.000 Euro veranschlagt. Etwa drei Wochen sollen die Arbeiten dauern.