GÖLLHEIM
Handball: Nordpfälzer Wölfe bleiben auf Platz drei
Zwei Spiele hätten die Nordpfälzer Wölfe noch zu absolvieren gehabt. Zwei Spiele, in denen sie als Dritter noch mindestens zwei Punkte auf Spitzenreiter HSG Eckbachtal II hätten aufholen müssen. Ein theoretisches Konstrukt mit wenig Erfolgsaussichten. „Die Entscheidungen rund um die Krise sind auf allen Ebenen des Verbandes nachzuvollziehen und in Ordnung. Wie der weitere Verlauf tatsächlich gewesen wäre, ist Spekulation“, meint HR-Trainer Johannes Finck, dessen Mannschaft eine recht passable Runde spielte.
Nach einem totalen Umbruch innerhalb der Mannschaft, die zwei Abstiege in Serie zur Folge hatte, gelang es der HR, in der A-Klasse oben mitzuspielen. Lange Zeit führten die Wölfe sogar die Tabelle an, waren Herbstmeister und lagen auf Aufstiegskurs. „Nach den erneut substanziellen Abgängen nach der letzten Saison kann ich der Mannschaft nur ein Kompliment machen, dass sie sich so schnell in der Spitze etabliert hat. Man darf nicht vergessen, dass viele Spieler direkt aus der A-Jugend kamen und das Team noch keine Struktur hatte, an der sich gerade die jungen Spieler orientieren konnten“, sagt Finck, der nicht mit dem verpassten Aufstieg hadert, sondern sich mit der Entwicklung seiner Mannen zufrieden zeigt. Diese Steigerung habe sich, so Finck, auch in den wieder steigenden Zuschauerzahlen bemerkbar gemacht, was ihn besonders freue.
Individuelle Trainingspläne
Verbesserungspotential sieht Finck im Abwehrspiel. Das habe sich wegen der teils schwierigen Trainingsbeteiligung nicht entwickeln können. Einige Spieler fielen längere Zeit verletzt oder erkrankt aus, andere konnten aus beruflichen Gründen nicht wie gewünscht trainieren. „Vor allem in der entscheidenden Saisonphase, als wichtige Spieler mit schweren fiebrigen Erkältungen über Wochen ausgefallen sind oder nur bedingt einsatzfähig waren, konnten wir nicht zulegen oder das Niveau halten.“
In dieser Phase fiel auch Justus Dhom wegen eines Auslandaufenthaltes aus. Die ihm angedachte Führungsrolle konnte Dimitri Kerber gut ausfüllen. Bis auf Weiteres werden die Nordpfälzer Wölfe von ihrem Trainer mit individuellen Trainingsplänen versorgt.