Donnersbergkreis
Handball: HR-Herren nehmen Kurs auf den direkten Wiederaufstieg
Eine fast perfekte Hinrunde absolvierten die Herren der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim in der A-Klasse. Mit nur einer Niederlage führt die neu formierte Mannschaft die Tabelle an und hat bei noch neun verbleibenden Partien Kurs auf den direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga genommen.
Es war eine unnötige 25:26-Pleite im September in Dannstadt, als Trainer Johannes Finck verhindert war. „Ich bin mir sicher, dass wir mit ihm auf der Bank gewonnen hätten“, meinte damals Leistungsträger Dimitri Kerber. Dadurch verpasste die HR eine perfekte Hinrunde. Aber auch mit 20:2 Zählern ist Finck absolut zufrieden: „Die Halbzeitbilanz fällt positiv aus, wobei das nicht allein am Tabellenplatz festzumachen ist.“ Viel wichtiger ist dem Übungsleiter, dass der Abwärtstrend der letzten zwei Jahre gestoppt wurde.
Viele Abgänge führten vor zweieinhalb Jahren dazu, dass die gerade in die Pfalzliga aufgestiegene Mannschaft komplett auseinanderfiel und die etatmäßige zweite Mannschaft plötzlich in der höchsten pfälzischen Spielklasse zum Einsatz kam. Zwei Abstiege und der Absturz in die A-Klasse waren die Konsequenz. „Wir wollen eine Entwicklung einleiten, bei der die Spieler langsam zu einer Einheit werden. Dieser Prozess hat begonnen, ist aber längst noch nicht abgeschlossen“, betont Finck, der sich glücklich schätzt, auf eine funktionierende Jugendarbeit zurückgreifen zu können. „Mit ihrer erfrischenden Spielweise und der kämpferischen Einstellung hat die Mannschaft Zuschauer zurückgewonnen“, freut er sich.
Zwei Punkte vor Lambsheim/Frankenthal
Zwei Punkte beträgt der Vorsprung vor dem ersten Verfolger, die SG Lambsheim/Frankenthal, vier Punkte vor der dahinter lauernden Reservemannschaft der HSG Eckbachtal sowie der dritten Mannschaft der TSG Friesenheim. Letztere wird auch der erste Prüfstein für die jungen Wölfe nach dem Ende der Winterpause am 12. Januar sein.
Kein Selbstläufer
Dass die Rückrunde und der etwaige Aufstieg kein Selbstläufer werden, ist Finck klar: „Der erste Schritt ist gemacht. Die Rückrunde wird die junge Mannschaft vor weitere Lernfelder stellen. Es wird jetzt darum gehen, die Ergebnisse aus der Vorrunde zu bestätigen.“ Viele Spiele der Wölfe endeten deutlich – fünf der zehn Erfolge entschied die HR mit mehr als zehn Toren Differenz. Das spricht für die Truppe, die mittlerweile in der Lage ist, ihr Spiel fast 60 Minuten lang unabhängig vom Spielstand durchzuziehen.
Positiv ist auch, dass die Finck-Sieben knappe Partien wie die Spitzenspiele bei der HSG Eckbachtal 2 und die lange offene Begegnung bei der SG Lambsheim/Frankenthal für sich entscheiden konnte. Diese Siegermentalität braucht es, um die Spitzenposition in der Rückrunde behaupten zu können. „Parallel dazu müssen wir uns aber in allen Bereichen des Mannschaftssports weiterentwickeln, auf und neben dem Spielfeld. Es wird spannend bleiben!“, meint Finck und hofft dabei auf ein positives Ende für seine Wölfe.