Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: HR-Herren gewinnen Derby, Damen bei Mutterstadt/Ruchheim erfolgreich

„Jeder Spieler hatte entscheidende Momente.“ HR-Trainer Johannes Finck war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden.
»Jeder Spieler hatte entscheidende Momente.« HR-Trainer Johannes Finck war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Foto: Dell

In einem an Spannung kaum zu überbietenden Spitzenspiel und Derby behielt die Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim gegen die HSG Eckbachtal 2 knapp die Oberhand. Trotz eines Pausenrückstandes von 11:13 gewannen sie mit 24:23. Auch die Damen kamen erfolgreich von ihrem Auswärtsspiel zurück. Bei der HSG Mutterstadt/Ruchheim siegten sie mit 25:21 (12:10).

Die 70 Zuschauer in der Dirmsteiner Sporthalle wurden bestens unterhalten und für ihr Kommen mit einem wahren Krimi belohnt. Die Hausherren, vor dem Spiel punktgleich mit den „Nordpfälzer Wölfen“, erwischten den besseren Start. Die HSG führte 5:2 nach sieben und 10:7 nach 23 Minuten. Ohne den erkrankten Dimitri Kerber tat sich die HR schwer. „Auch Felix Selz war angeschlagen und mit Lukas Frey hat uns ein zweiter Torhüter gefehlt. Die Verunsicherung war in der Anfangsphase deutlich“, meinte HR-Trainer Johannes Finck.

Er bemängelte fehlende Absprachen in der Abwehr und schwache Abschlüsse. Doch seine Mannschaft zeigte Moral und ließ es nicht zu, dass die Hausherren sich absetzen konnten. Im Gegenteil: Nach 42 Minuten erzielte der mit fünf Treffern beste Torschütze der „Wölfe“, Niclas Burton, die erstmalige Führung zum 18:17. „Felix Selz und Justus Dhom im Innenblock sowie Timo Löcher im Tor stabilisierten unsere Abwehr. Matthias Seibert spielte toll am Kreis. Das war das Fundament zum Sieg“, lobte Finck – und ergänzte: „Jeder Spieler hatte aber entscheidende Momente.“ Einen solchen hatte auch Justus Dhom, als er kurz vor Schluss das entscheidende 24:22 erzielte. Die HSG verkürzte zwar noch mal und hatte auch noch die Chance zum Ausgleich, doch Timo Löcher parierte und hielt den Sieg und damit den zweiten Platz in der A-Klasse fest.

Damen verschlafen Start

Die „Nordpfälzer Wölfinnen“ sind in der Pfalzliga angekommen. Allerdings nahm ihr Gastspiel einen interessanten Verlauf. Die HR verschlief die Anfangsphase und lag 4:9 nach 14 Minuten hinten, um mit einem Lauf von acht Treffern in Folge 12:9 in Führung zu gehen. Nach 40 Minuten waren die „Wölfinnen“ beim 15:18 wieder im Hintertreffen. Diesmal ließ die Ilic-Truppe sieben Treffer am Stück folgen: 22:18. Die Entscheidung. Die Gastgeberinnen konnten diesmal nicht mehr kontern. „Das war heute eine runde Sache. Es gibt nicht viel auszusetzen“, war HR-Coach Sasa Ilic mit dem Spiel seines Teams hochzufrieden.

Lediglich die Anfangsminuten beider Halbzeiten waren die „Wölfinnen“ nicht wirklich auf der Platte, was jeweils in den Führungen der Heimmannschaft mündete. Besonders die Abwehrarbeit, bei der die HR ohne eine einzige Verwarnung oder Zeitstrafe auskam, hatte es Ilic angetan: „Das war überragend. Wir haben den Gegner damit zur Verzweiflung gebracht“, lobte er. Mit der Rückkehr von Johanna Ebel war auch deutlich, was ein komplett besetzter Rückraum zu leisten imstande ist. Selbst als sie in Manndeckung genommen wurde, brachte das die HR nicht aus dem Konzept. „Die anderen Mädels haben die sich dadurch ergebenden Lücken klasse genutzt“, so Ilic. Durch diesen Auswärtssieg haben die „Wölfinnen“ den Anschluss an das Mittelfeld der Pfalzliga hergestellt.

Die zweite Damenmannschaft unterlag derweil bei der HSG Mutterstadt/Ruchheim 3 mit 19:21 (6:11). Mit 2:4 Punkten belegen sie den achten Platz der A-Klasse.

So spielten sie

HR-Herren: Löcher; Niclas Burton 5, Kuhn 4, Seibert 4, Boger 3, Drude 2, Selz 2, Heinz 2, Dhom 1, Elias Burton 1, Neuner, Herzog.

HR-Damen: Steinbach; Ebel 7, Daneke 5/1, Gaßen 3, Herrmann 2, Rokita 2, Müller 2, Graf 2/1, Kohlmann 1, Schafar 1, Setzer.

x