Donnersbergkreis Hütte für Lotta und Nina

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Seit rund zwei Wochen leben Lotta und Nina im SOS-Kinderdorf Pfalz in Eisenberg. Die zwei Mädchen essen am liebsten Karotten und lassen sich sehr gern streicheln, haben aber auch einiges zu meckern: Die niedlichen Ziegen wohnen in einem Kleintiergehege, das der Automobilzulieferer Borg Warner spendiert und dessen Mitarbeiter vom Standort Kirchheimbolanden es aufgebaut haben. In diesen Tagen wurde Einweihung gefeiert.

Es gehöre zur Unternehmensphilosophie, sich sozial zu engagieren, und man habe dafür ein sinnvolles Projekt in der Region gesucht, sagt Martin Fischer, Geschäftsführer der Sparte Turbosysteme Europa und Südamerika. Dadurch tue man nicht nur Gutes für die ausgewählten Institutionen, sondern etwas für die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls im Betrieb. Den Kontakt zum SOS-Kinderdorf habe seine Assistentin Heike Klein hergestellt. „An einem Tag haben 15 national bunt gemischte Beschäftigte der Firma und einige Kinder eine Holzhütte gebaut, Fundamente für zirka 250 laufende Meter Zaun gelegt und 13 bis 14 Tonnen Sand in verschiedenen Sandkisten ausgetauscht“, berichtete Einrichtungsleiterin Irene Jennes vom großen Engagement, dem noch einige Nacharbeiten folgten. Allein das Material habe einen Wert von 2600 Euro, so Klein. Das ungefähr 16 Quadratmeter große Blockhäuschen mit dem Pultdach in der Mitte des Geheges beherbergt einen Stall für die Ziegen und einen für zwei Kaninchenböcke. „Sobald sie kastriert sind, kommen zwei weibliche Langohren dazu“, kündigte Jennes an. Später sollen noch vier Meerschweinchen einziehen. „Wir wollen unsere tiergestützte Pädagogik ausbauen“, erläuterte sie. Diese Form der Erziehung helfe, das Übernehmen von Verantwortung und die Pflege der Tiere zu üben, neue Kommunikationsformen zu erlernen. Sie fördere die Fähigkeit, Bedürfnisse anderer Lebewesen zu erkennen. Die gefleckte Lotta wurde dem Kinderdorf von den Jungen und Mädchen geschenkt, die die SOS-Kita verlassen haben, um zur Schule zu gehen. Nina kam dank des Einsatzes von Grundschülern aus Schwegenheim nach Eisenberg. „Wir haben einen Spendenlauf veranstaltet und konnten neben der Ziege auch Futter, drei Fahrräder und Dekorationsmaterial für den neuen Jugendraum im SOS-Kinderdorf überreichen“, erzählte Rektorin Karin Tremmel von einer Zuwendung in Höhe von knapp 2000 Euro. |abf

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