Donnersbergkreis Gypsy, Walzer und die verlorene Kaffeemühle

Erinnern Sie sich noch an den Zauberer Petrosilius Zwackelmann? Den, der Kasperle kiloweise Kartoffeln schälen lässt und den Räuber Hotzenplotz in einen Gimpel verwandelt? Seine Abenteuer – von Otfried Preußler in drei Bänden niedergeschrieben und sechsmillionenfach verkauft und in 35 Sprachen übersetzt – amüsieren mittlerweile Generationen. Wer sie seinen Kindern oder Enkelkindern zeigen möchte, hat Gelegenheit bei den Aufführungen der Theatergruppe Mamakita in der Mauritiushalle in Morschheim morgen um 14.30 Uhr und am Samstag um 16 Uhr. Empfohlen wird der Besuch ab ungefähr vier Jahren, aber die älteren Geschwister amüsieren sich sicherlich ebenfalls bei der Suche nach Omas gestohlener Kaffeemühle. Als anspruchsvolle Unterhaltung ließe sich das bezeichnen, was die Berliner Compagnie am Samstag, 19.30 Uhr, in der Jahn-Turnhalle bieten. Gut leben - im Einklang mit der Natur – lässt sich das zusammenfassen, was das Ensemble am Beispiel Bolivien darstellt. Politisches Theater, das sich einmischen will, so wird das beschrieben, was die Berliner auf die Bühne bringen – ganz im Geiste der Friedenstage, zu denen dieser Auftritt zählt. Django Reinhardt ist den meisten Menschen ein Begriff. Das Josho-Stephan-Trio, das am Samstag im Blauen Haus in Weierhof gastiert, hat ihm eine Ballade gewidmet. Und nicht nur diese ist absolut hörenswert, wenn der als Meister des „Gypsy-Swing“ bezeichnete Stephan dort ab 20 Uhr auftritt. Wer sich nicht mehr sicher ist, ob er noch Foxtrott, Cha Cha Cha oder langsamen Walzer beherrscht, der kann beim Nikolausball am Samstag in der Stadthalle mal wieder ein Tänzchen wagen. Seit 30 Jahren wird der Ball von der tanzbegeisterten Familie Liebsch organisiert und hat dabei schon manche Modewelle überstanden. Nur Mut, Karten gibt es noch per E-Mail unter kibo-tanzen@web.de oder telefonisch unter 0163 5797056. Und als Tipp: Führen muss immer noch der Herr.