Donnersbergkreis Gute Jugendarbeit trägt Früchte

Mit seinem Osterkonzert hat der Musikverein Donnersberg Steinbach traditionsgemäß das Osterfest eröffnet und zugleich sein hohes Niveau an spielerischem Elan unter Beweis gestellt. Dem Musikverein und seinen Verantwortlichen ist es gelungen, die Jugend in das Hauptorchester einzubinden und somit für Verstärkung zu sorgen.
Die Jugendarbeit hat im Steinbacher Musikverein seit etlichen Jahren einen hohen Stellenwert. Dies machte sich besonders bei den Ehrungen bemerkbar, wo zahlreiche Nachwuchsmusiker für fünf und zehn Jahre aktives Spielen ausgezeichnet wurden. Das werde auch im Kreismusikverband so erkannt, bestätigte dessen erster Vorsitzender Michael Cullmann. Der Steinbacher Musikverein sei nicht nur ein Kulturträger, sondern auch offen für die Jugendarbeit. Damit übernehme er ein Stück Verantwortung für junge Menschen, die er so den staatlichen Einrichtungen abnehme. „Schön gemacht“, lobte der Kreisvorsitzende die rund 50 Akteure am Ende des mehr als zweistündigen Programms. Lob für das begeisterungsfähige Publikum gab es vom ersten Vorsitzenden Kevin Mause, der selbst bei den Aktiven mitspielte. Für sein Orchester, so Mause, hätten sich die vielen Proben gelohnt. Das Konzert hatten die Verantwortlichen unter das Motto „Ein musikalisches Bilderbuch“ gestellt. Humorvoll führten „Zirkusdirektor“ Michael Hack und „Indianer Kleiner Bär“ Alexander Schenk durch das Programm. Sie gaben die Bühne im Sportheim für den „Zirkus Kriminale“ frei und verwandelten den Innenraum zur Manege. Mit Klängen aus dem Kinder-Musical „Wakatanka“ eröffnete das Jugendorchester unter der Leitung von Thorsten Hanf das musikalische Programm. Zarte Klänge folgten von der Flötengruppe des Musikvereins. Sie wird von Birgit Juchem geleitet. Der Vortrag der Gruppe passte vorzüglich in das Programm. Das Jugendorchester stellte sich mit „Smoke on the water“ dem begeisterungsfähigen Publikum vor und erntete dabei viel Sympathie. Zwar stieg kein sichtbarer Rauch auf, dafür aber zogen erstklassig gespielte Töne durch die Sporthalle mit einer ausgezeichneten Akustik. Schließlich übergab Thorsten Hanf den Dirigentenstab an Erik Siebecker, dem Leiter des Hauptorchesters, bevor er sich selbst unter die Musiker mischte. Das Hauptorchester machte sich dann als Geisterjäger musikalisch auf die Suche nach den Ungetümen. Ganz im Zeichen der Filmmusik begeisterten die Musiker und bewiesen damit schon zu Beginn ihr umfangreiches Leistungsvermögen. Die Musik aus dem amerikanischen Zeichentrickfilm „Lilo & Stitch“ ließen die Gedanken an Elvis Presley und sein Wirken nochmals aufleben. Damit knüpfte das Orchester an die Steinbacher Fasnacht an; auch hier wurde das amerikanische Idol in den Vordergrund gerückt. Mit Erfolg: Spontan klatschten die Gäste den Rhythmus mit. Auch beim nächsten Musikstück stand eine amerikanische Fernsehserie Pate. Das Orchester nahm sich die Musik der amerikanischen Musical-Comedy-Serie „Glee“ vor – und zeigte damit deutlich, dass sich der Musikverein Steinbach auch an anspruchsvolle Kompositionen herantraut. Die per Beamer dazu gezeigte Bildfolge erinnerte an die Feierlichkeiten im Ort, hauptsächlich an die Kerweaktivitäten und die Fasnacht. Mit „I will follow him“ boten die Musiker ihren Zuhörern einen weiteren Leckerbissen. Dabei folgten die Musikerinnen und Musiker haargenau den flotten Notenfolgen des Komponisten. Beim Zeitsprung, dem „Time Warp“, erinnerte der Klangkörper an sein mehr als 90-jähriges Bestehen. Das Orchester startete im Jahr 1925, dem Jahr der Vereinsgründung. Musikalisch gelang dem Orchester nicht nur dieser Zeitsprung, sondern auch die anschließende klangvolle Bezeichnung der Pfingstwiese. Gerade bei diesem Titel waren die einzelnen Register der Blasmusik besonders zu hören. Das Stück „Beauty and the beast“ vermittelte die menschlichen Unterschiede. Doch die Schöne und das Biest müssen nicht unbedingt gegensätzlich sein. In der Musik jedenfalls ist dieser Vortrag geprägt von Harmonie und Gleichklang. Das Finale, Melodien aus dem Kindermusical „Zirkus Kriminale“, entpuppte sich als weiterer rhythmischer Höhepunkt, bevor sich der Musikverein mit dem „Europa-Marsch“ verabschiedete. |llw