Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Gundersweiler: Bei Kerwe lachen auch die Hühner über gelungene Rede

Mit Gockel Rolf in Gundersweiler gegackert: Unter den Hühnerkostümen steckten beim Kerweumzug die Gundersweilerer Küchenfrauen.
Mit Gockel Rolf in Gundersweiler gegackert: Unter den Hühnerkostümen steckten beim Kerweumzug die Gundersweilerer Küchenfrauen. Foto: J. Hoffmann

Die Gundersweiler „Ochse-Kerb“ war wieder ein Genuss mit sehenswertem Umzug und einer guten Rede. Kerwepfarrer Mirco Kolter und sein Mundschenk Lennart Stark machten sich gut auf der Leiter am Sportheim. Zum Glück ließ sich der leichte Regen erst am Ende der Kerwerede blicken.

Von einem verhinderten Konzertbesuch in Paris berichtete der Kerwepfarrer in einem Kapitel: Für seine Lieblingsgruppe „Ramstein“ fährt ein Musikfreund gerne auch mal bis ins Nachbarland Frankreich. Damit er nicht so allein ist, nimmt er eine Bekannte mit in die Stadt der Liebe. In Paris hat man noch Zeit, um sich die Stadt anzuschauen. Am Abend machen sich die beiden zum Konzert auf.

Da heutzutage Eintrittskarten personalisiert sind und mittels Strichcode Zugang per Scanner gewährt wird, halten die Musikfreunde die Tickets an das Lesegerät. Der Apparat aber weigert sich, die Karten zu erkennen. Dies macht einen Mann vom Sicherheitsdienst aufmerksam. Er besteht darauf, einen genaueren Blick auf die Karten zu werfen. „Du Simpel, die sind für das morgige Konzert“, erklärt der Wachmann und klärt die beiden auf, dass Ramstein an zwei Tagen in Folge in Paris auftreten wird. Ein Mensch der geduldigen Sorte ist der „Gunderschwillerer“ nicht. Statt den Aufenthalt einen Tag zu verlängern, fährt er sofort nach Hause.

Stolze Reiter führen Umzug an

Der Umzug wurde wieder stilvoll von der Reitschule Milz angeführt. Als barocke Herrschaften saßen die Reiter auf stattlichen Pferden. Dahinter lief und fuhr die Kerwejugend mit Strauß sowie dem „Straußborsch-Express“, verziert mit Birken. Den Grund für die Begrünung hielt der dahinter fahrende Mottowagen bereit: „Ob Urwald, die Pole oder die Meere – genauso wichtig is’ unser Hopfe, drum Greta, halt die schützend Hand ach üwwer unsren edle Tropfe!“, so der Spruch. Auch die große Eltern-Kind-Gruppe war Teil des Lindwurms und forderte auf: „Wer möchte fleißige Bauarbeiter sehen?!? … der muss zu uns Kindern gehen!“

Die Fußballer des SV Gundersweiler wiesen mit ihrem Wagen auf den Grund ihrer Spielgemeinschaft hin. „Die Spieler werden knapp, das Geld ist rar – die SG Gundersweiler/Dörnbach ist da!“ Der Spruch zierte ein Banner am Wagen. Die Küchenfrauen zeigten sich mit Gockel „Rolf“ als Hühner kostümiert und ließen die Kerwegäste wissen: „Alle Hinkel die do laafe – geh’n zu Rolf die Eier kaafe“.

„Spaß und Kultur für Groß und Klein, werd auch du Mitglied im Kulturverein“, so die Aufforderung des örtlichen Vereins. Ebenfalls mit dabei war die Wandergruppe des Sportvereins als „Die Zwei+“. Teilnehmer waren die Straußborsch aus Gehrweiler, Höringen, Katzenbach, Imsweiler und die „Gummere“ aus Dörnbach. Das Schlusslicht beim Umzug bildeten die Gundersweiler Reitfreunde.

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