Spiel der Woche
Gundersweiler als Nagelprobe für Gauersheimer Defensivstabilität
In der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg erwartet die SpVgg Gauersheim am Samstag um 16 Uhr den SV Gundersweiler. Beide Mannschaften sind in der noch jungen Saison ungeschlagen. Die Gäste aus Gundersweiler haben in den bisherigen zwei Spielen die volle Punktzahl geholt, die Gastgeber immerhin vier, resultierend aus einem Unentschieden und einem Sieg. Mit diesen vier Punkten ist der Gauersheimer Trainer Kai Steuerwald nicht ganz zufrieden: „Da waren durchaus zwei Siege drin. Wir waren jeweils die spielbestimmende Mannschaft und haben viele Torchancen herausgespielt. Das ist positiv. Negativ war dann allerdings die Chancenauswertung.“
Den Sack früher zumachen
Was ihm zudem nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass sich seine Mannschaft nach dem vergeblichen Anrennen leichte Gegentore eingefangen hat und die mit hohem Aufwand wieder egalisieren musste. Beim Sieg gegen die SG Otterberg/Otterbach sah er die Anfangsphase als richtungsweisend. „Da haben wir dem Gegner den Schneid abgekauft, aber leider den Sack nach der 1:0-Führung nicht zugemacht.“ Steuerwald weiß aber auch, dass es gegen den letztjährigen Tabellenfünften aus Gundersweiler ein anderes Spiel wird. „Da wird der Ballbesitz wohl eher pari oder sogar Gundersweiler im Vorteil sein.“
Von daher fordert er von seiner Mannschaft, die vor der Saison kaum verändert wurde, defensive Stabilität. „Die Anzahl der Gegentore haben wir in der vergangenen Rückrunde ja schon drastisch heruntergeschraubt. Daran müssen wir anknüpfen“, lautet seine Forderung, obwohl mit Florian Debus und Jakob Mayer zwei Abwehrsäulen verletzt fehlen. Das Spiel gegen den SV Gundersweiler, gegen den es in der vergangenen Saison zwei Niederlagen (1:2 und 0:6) setzte, sieht er als Nagelprobe, „bei der man sehen kann, wie weit die Mannschaft ist“.
SVG kommt spät, aber dann ...
Gundersweilers Spielertrainer Michael Hammerschmidt ist nach wie vor verletzt, sieht sich aber auf einem guten Weg und hofft in den nächsten Wochen wieder mitwirken zu können. Beim Spiel wird er nicht dabei sein, er ist derzeit in Urlaub, hat sich aber dennoch zu einer Stellungnahme bereit erklärt. Mit den zwei Siegen zum Saisonstart und Platz zwei in der noch wenig aussagekräftigen Tabelle ist er natürlich zufrieden, sieht aber noch viel Luft nach oben. „Wir haben zwar sechs Punkte aus den zwei Spielen geholt, aber die Leistungen in beiden Spielen war definitiv ausbaufähig. Immer eine gute Halbzeit, aber noch nicht über die gesamte Spielzeit. Da müssen wir uns noch steigern.“ Auffällig war, dass Gundersweiler in den beiden Auftaktpartien jeweils früh in Rückstand geriet. Auch da sieht der Coach noch Verbesserungsbedarf. „Ja, wir kommen tatsächlich meist schwer in die Partie, sind aber dafür, wenn wir dann drin sind, umso stärker“, kehrt er das Positive heraus. Denn beide Spiele gewann der SVG am Ende noch klar mit 4:1.
Beim Spiel in Gauersheim erwartet er eher einen defensiv eingestellten Gegner. „Ich denke, die Spielvereinigung wird eher versuchen, hinten dicht zu machen. Wenn es lange zu null steht oder wir gar in Rückstand geraten, wird es schwer, in Gauersheim Punkte zu holen.“ Ob das Pokalspiel vom Mittwoch Nachwirkungen hat, muss sich zeigen. Auf jeden Fall hat Gundersweiler mit dem in dieser Saison breiteren Kader mehr Variationsmöglichkeiten. „Ich bin sehr zufrieden mit allen Neuzugängen. Natürlich können nicht alle sofort einen Stammplatz haben. Aber die Leistungen und die Bereitschaft von allen gefallen mir sehr gut und stimmen mich positiv“, sieht Hammerschmidt sein Team auf einem gutem Weg.