Donnersbergkreis Großes Lob für Ehrenamtliche

Die enorme Eigenleistung der Morschheimer, 3000 Arbeitsstunden für die Spiel- und Raststation „Am Wasserhaus“, wurde schon oft gelobt. Auch Ortsbürgermeister Joachim Fister hat sie nicht ausgeklammert, als er zahlreiche Einwohner am Sonntag beim bereits 22. Neujahrsempfang der Gemeinde um sich versammelt sah.
Erfreulich für alle zu hören, dass für das Großprojekt der Kostenrahmen trotz einiger Mehrleistungen wie Rundhütte und Öko-Toilette eingehalten wurde. Fister sparte nicht mit Lob für die vielen Helfer aus dem Dorf und für den Gemeinderat, der sich mit dem Ausheben der Gräben und dem Setzen von 1600 Pflanzen für das Labyrinth mächtig ins Zeug gelegt hatte. Was jetzt noch fehle, so der Ortschef mit Bedauern, sei der Frost. Nur zu gerne würde man das Retentionsbecken den Kindern als Natureisbahn anbieten. Die Spiel- und Raststation habe erheblichen Einfluss auf örtliche Veranstaltungen, wie sich beim Abschluss des Martinsumzugs und dem Pfingstfeuer gezeigt habe, so Fister. Auch die Seniorenfeier habe durch die Verlegung vom Advent in den Sommer neue Belebung erfahren, weil stattdessen ein Grillfest am Wasserhaus stattfand. Einen kleinen Dämpfer bei der Freude, dass die auch von den Morschheimern strikt abgelehnte 110-KV-Leitung auf Eis gelegt wurde, hielt der Ortschef dennoch bereit: Ein neues Antragsverfahren könne jederzeit wieder initiiert werden. Kein anderer Bereich habe die Verantwortlichen in der Gemeinde so sehr beansprucht wie der Kindergarten, hob Fister hervor. Nach der sicherheitstechnischen Begehung und Offenlegung der nötigen Maßnahmen sei die anfängliche Hoffnung auf 60 Prozent Zuschuss zu den Kosten geschwunden, weil „Kindergärten ausfinanziert sind“. Nachdem keine Fördermittel zu erwarten seien, könne man nur die allernötigsten Sanierungs- und Umbauarbeiten durchführen. In dieser Zeit werde der Kindergartenbetrieb in die Mauritiushalle ausgelagert, die dann für Veranstaltungen gesperrt sei. Als Ausweichmöglichkeit hat die Gemeinde nun die Absicht, ab März eine Naturgruppe mit 15 Kindern einzurichten. Vormittags würden die Kleinen sich am Wasserhaus im Freien aufhalten. Als Aufenthaltsraum würde der noch zu renovierende Bauwagen dienen, für dessen Herrichtung noch Helfer gebraucht werden. Von offizieller Seite sei diese angestrebte Lösung noch nicht bestätigt, aber man habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass für den Morschheimer Kindergarten doch noch Gelder frei werden. Im weiteren Rückblick auf das abgelaufene Jahr erinnerte Joachim Fister an das Orgelkonzert und den Besuch von Freifrau von Gagern, die einen weiteren Besuch in Morschheim angekündigt habe. Die weniger erfreulichen Zustände auf dem Friedhof mit einigen Baustellen seien darauf zurückzuführen, dass zwar ein Umgestaltungskonzept vorhanden sei, aber im Haushalt keine Mittel zur Verfügung stünden. Das Anlegen von Urnengrabfeldern und die Fertigstellung des anonymen Wiesengrabfelds sowie die Beseitigung von Gefahrenstellen durch angehobene Gehwegplatten würden jedoch erledigt. In seinen abschließenden Dankesworten an alle in der Gemeinde, die sich ehrenamtlich engagiert haben, hob Ortschef Fister die Verdienste von Claus Hofmann besonders hervor, der seine Fähigkeiten in vielen Bereichen stark eingebracht habe. Den Neujahrsumtrunk hatte Hofmann durch sein Gitarrenspiel musikalisch begleitet. Grüße der Verbandsgemeinde überbrachte der erste Beigeordnete Hans Leverkus. Sein besonderer Dank galt den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Leverkus zeigte sich froh, dass die rund 200 in der gesamten VG betreuten Flüchtlinge dezentral untergebracht werden konnten. (amj)