Donnersbergkreis Grandioser Sieg mit neuen Pfeilen

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Langmeil. Pralles Scoring, eiskalt auf die Doppel, reihenweise Shortlegs: Der 20-jährige Lohnsfelder Dominic Wagener zeigte am Sonntag ein Goldhändchen. Ohne Makel überrollte der Top-Spieler von Landesligist DSV Donnersberg beim dritten Challenge des Rheinland-Pfälzischen Dartverbands (RPDV) ein sehr starkes 26-Mann-Feld – inklusive einer Handvoll gestandener Größen. Ein unerwarteter Coup. Wagener „testete“ im Turnier erstmals seine neuen Pfeile.

Wenn man im Dart eine hundertprozentige Checkout-Quote liefert, dann ist das eine Marke. Über kurze Distanzen gelingt es selbst Profis mitunter selten, den Pfeil im 0,8 Zentimeter schmalen Doppelfeld direkt, beim ersten Versuch, zu versenken. Der Schotte Gary Anderson, 2015 und 2016 PDC-Weltmeister, checkte im Viertelfinale der diesjährigen WM gegen Dave Chisnall zu Beginn achtmal auf Anhieb – ehe die Serie riss. 100 Prozent Doppel in einem Spiel, ein Kunststück. Und Dominic Wagener vollbrachte es am Sonntag. Ausgerechnet im Finale, zum wichtigsten Zeitpunkt des Turniers. Er warf. Und traf beinahe, wie er wollte. Mit 3:0 schlug er Christian Wollny, ehemals Bundesliga-Akteur beim DV Kaiserslautern. Ohne dabei einmal das Doppel zu versemmeln. „Da hab’ ich mein bestes Dart gespielt“, sagte der 20-Jährige später. „Ich hab’ mich nie aus der Ruhe bringen lassen, das Ding ohne Nervosität durchgezogen.“ Neben den drei direkt verwandelten Doppeldarts schmetterte Wagener im Endspiel ein 112er-Finish ins Sisalboard. Extraklasse. Dass er dabei so furios über das komplette Turnier aufspielte – er marschierte im Langmeiler Score Pub auf der Gewinnerseite durch –, war eine faustdicke Überraschung. Erst in der Vorwoche habe er einem Bekannten seine neuen Darts abgekauft, am Sonntag feierten sie Premiere. Mit einer Handvoll Bestleistungen. Bei seinem 3:1-Sieg über Marcel Zwally, Sieger des zweiten Challenges sowie des großen RPDV-Turniers in Winnweiler, donnerte er zwei 15-Darter ins Brett. Zur Erklärung: Alle Legs unter 16 Darts bedeuten einen Aufnahmeschnitt von 100 Punkten. „Mit denen hab’ ich eine bessere Kontrolle. Ich vergreife mich weniger. Als ich gegen Marcel gewonnen habe, dachte ich schon, dass da was gehen kann“, betonte Wagener, früher bereits Challenge-Sieger. „Die eigene Unruhe steht mir immer im Weg. Diesmal hatte ich mir nichts vorgenommen.“ Der Triumph ist auf alle Fälle ein fettes Ausrufezeichen: Zwally, Wollny, Theisinger, Pfeiffer, Krehbiehl, Eckel – unter den 26 Startern waren einige renommierte Namen der Pfälzer Dartszene. Zudem erlaubt der Challenge-Modus kaum schwache Minuten. Wer nach einer Niederlage nochmals patzt, fliegt raus. Wagener knickte überhaupt nicht ein. 5:0-Spiele, 15:6-Legs. Ein Glanztag. Und eine Ansage. Ergebnisse 3. RPDV-Challenge Langmeil: 1. Dominic Wagener (DSV Donnersberg), 2. Christian Wollny (DC Nostra Dart Mus), 3. Thomas Riess (The Reds Kaiserslautern), 4. Andreas Altmaier (DC Nostra Dart Mus), 5. Helmut Krehbiehl und Marcel Zwally (beide SG Zillbachtal), 7. Andreas Lang (DSV Donnersberg) und Peter-Pascal Portz (LA Steelers Lautersheim), 9. Simon Pfeiffer, Christoph Eckel (beide DSV Donnersberg), Peter Mayer (DC Zweibrücken) und Gerold Michel (LA Steelers Lautersheim), 13. Andreas Theisinger, Patrik Bäcker (beide DC Nostra Dart Mus), Benjamin Giese (DSV Donnersberg) und Horst Raupach (SG Zillbachtal). Info: Am letzten Sonntag im Januar steigen zeitgleich über Rheinland-Pfalz verteilt die vier letzten von insgesamt 16 Turnieren der Challenge-Serie. Die 28 Punktbesten qualifizieren sich dabei für das große Finale im Februar in Kastellaun.

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