Donnersbergkreis Glück, guter Torwart und effektiv
WINNWEILER. Trotz eines regnerischen Nachmittags sah man am Rauhen Weg viele lachende Gesichter. Mit 4:0 (3:0) hat Verbandsligist ASV Winnweiler gestern den Tabellensiebten TB Jahn Zeiskam besiegt und ist damit wieder auf den sicheren zwölften Tabellenplatz geklettert. Das Ergebnis täuscht allerdings ein bisschen über den wahren Spielverlauf hinweg.
„Endlich mal wieder mit der ersten oder zweiten Chance treffen“, hatte ASV-Trainer Jürgen Giehl angesichts der Torflaute zuletzt gefordert. Und seine Mannschaft schien ihn erhört zu haben. Vom Anpfiff weg war zu spüren, dass sie die zuletzt eher mauen Auftritte wettmachen wollte. Der spielerischen Überlegenheit der Gäste setzte der ASV große Laufbereitschaft, frühes Anlaufen und leidenschaftliche Zweikampfführung entgegen. Trotzdem kam die Gäste aus der Südpfalz zur ersten Chance, als sich Steffen Burnikel auf seinem Marsch nach innen nicht stoppen ließ, dann aber haarscharf am Pfosten vorbeischob. Die Hausherren hatten zwei Torannäherungen durch einen Schuss von Markus Steigerwaldt, der kein Problem für den Torhüter war und einen geblockten Versuch von Waldemar Schneider. Der erste wirklich gute Angriff wurde dann der Forderung des Trainers gerecht. Der stark aufspielende Alexander Matinski passte auf Fabian Schmitt, der ließ clever durchlaufen, und Schneider verwandelte hart in die lange Ecke zum 1:0. Wenig später hing die Führung am seidenen Faden. Serkan Toker zog aus 15 Metern ab, ASV-Keeper Robin Assel konnte nur nach vorne abwehren, Toker setzte nach, und Assel verhinderte mit einer Glanzparade den Ausgleich. Wieder nur drei Minuten später eroberten die Hausherren im Mittelfeld den Ball, Hendrik Schwab ließ prallen, und Schneider schlenzte die Kugel hoch in die Ecke zum 2:0. In der offensiv geführten Partie waren jetzt die Gäste wieder am Zug. Ein scharfer Weitschuss von Toker verfehlte nur knapp sein Ziel. Danach beruhigte sich das Spiel etwas, der ASV Winnweiler kontrollierte aus einer gut verschiebenden Defensive das Geschehen. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es noch einmal spektakulär. Waldemar Schneider behauptete im Mittelfeld energisch das Spielgerät, passte auf Fabian Schmitt, der scheiterte am gut reagierenden Gästetorhüter Hess. Quasi mit dem Halbzeitpfiff dann das 3:0. Eine Kopfballabwehr der Gäste landete bei Tim Giehl, der fackelte nicht lange, nahm die Kugel volley, und die schlug unhaltbar ein. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Tempo hoch, und die Zuschauer konnten sich über viele Torszenen freuen. So zum Beispiel, als Schmitt auf Zuspiel von Schneider die Unterkante der Latte traf. Oder einen strammen Abschluss von Schmitt, allerdings genau auf den gegnerischen Torwart. Auf der Gegenseite zeigte wieder Assel sein Können. Einen tückischen Aufsetzer von Toker parierte er zum Eckball, und einen Freistoß von Koc hielt er spektakulär. Nachdem die Hausherren etwas nachließen, verstärkte Jürgen Giehl mit zwei Auswechslungen die Defensive seines Teams und hatte dabei ein glückliches Händchen. Der kurz zuvor eingewechselte Marcello Salice, eigentlich nur noch in der zweiten Mannschaft aktiv, verlängerte eine Ecke von Schneider per Kopf zum 4:0. „Das war heute spiegelverkehrt zu den letzten Spielen. Diesmal hatte der Gegner die Chancen, und wir haben getroffen“, sagte der glückliche Winnweilerer Trainer nach Spielschluss und ergänzte. „Wir hatten ein bisschen Glück und einen guten Torwart. Dazu waren wir heute gnadenlos effektiv. Ganz besonders freut es mich, wenn Sachen, die wir im Training üben, dann auch im Spiel klappen. Wie beim 4:0.“ Sport So spielten sie ASV Winnweiler: Assel - Steigerwaldt (57. Orschiedt), Dreger, Scharfenberger, Geißler - Hertel, Matinski, Schneider, Giehl (70. Siebecker) - Schwab (70. Salice), Schmitt.