Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Gipfeltreffen in Nanz-Dietschweiler

Der Rockenhausener Doppeltorschütze der vergangenen Woche, Enes Ülkü(links), kämpft im Vereinsturnier in Gundersheim um den Ball
Der Rockenhausener Doppeltorschütze der vergangenen Woche, Enes Ülkü(links), kämpft im Vereinsturnier in Gundersheim um den Ball.

Spitzenduell in der Bezirksliga Westpfalz: Tabellenführer SG Rockenhausen/Dörnbach/Gundersweiler trifft auf die SV Nanz-Dietschweiler, die sich revanchieren will.

Die Fußballer der SG Rockenhausen/Dörnbach/Gundersweiler haben am vergangenen Wochenende mit dem 2:0-Auswärtssieg beim FV Kindsbach den Gipfel in der Bezirksliga Westpfalz erklommen. Der neue Tabellenführer trifft am Sonntag, 16 Uhr, auf den alten Spitzenreiter. Die SG muss dann auswärts beim in der vergangenen Woche spielfreien SV Nanz-Dietschweiler antreten.

„Wir haben in Kindsbach bestanden und wollen nun natürlich auch nach Sonntagnachmittag noch auf dem ersten Tabellenrang stehen“, macht Karl-Heinz Halter, der Coach der SG Rockenhausen/Dörnbach/Gundersweiler vor dem Gipfeltreffen klar. Von der Wintervorbereitung seines Teams hatte sich der Trainer ja nicht sehr angetan gezeigt. Nach dem Sieg in Kindsbach war Halter aber schwer zufrieden: „Wir haben das gut gemacht, auch die Akteure, die in der Vorbereitung nicht so da gewesen sind, haben wirklich stark gespielt. Sebastian Walther oder der zweifache Torschütze Enes Ülkü haben gezeigt, dass sie Unterschiedsspieler sind.“ Die Partie wurde auf dem für die SG ungewohnten Hartplatz ausgetragen. Enes Ülkü brachte Halters Mannschaft nach 16 Minuten mit 1:0 in Front. „Wir haben halt lange gebraucht, das zweite Tor nachzulegen. So blieb es lange spannend und die Gefahr war immer da, dass wir trotz Kontrolle noch durch einen Standard den Ausgleich kassieren“, sagt Halter. Doch Ülkü machte schließlich mit dem 2:0 (87.) kurz vor Schluss alles klar.

Nur ein Punkt Vorsprung

Durch den Sieg haben die Donnersberger nun einen Ein-Punkte-Vorsprung auf den nächsten Gegner, den entthronten Ex-Spitzenreiter SV Nanz-Dietschweiler. „Dass es dort am Sonntag für uns ganz schwer werden wird, ist klar“, sagt Halter und betont: „Nanz-Dietschweiler ist spielerisch einer der besten Mannschaften der Liga. Und sie leben halt von ihrem Kunstrasen.“ Im Hinspiel gelang der SG ein souveräner 3:0-Heimerfolg über den aktuellen Ligazweiten, der jedoch eine Partie weniger ausgetragen hat. „Wir hatten gute Trainingseinheiten und haben uns noch einmal richtig auf diese Partie eingeschworen“, erklärt Karl-Heinz Halter, der schmunzelnd sagt: „Ich sage der Mannschaft ja auch immer: Um zu bestehen, müssen wir auf dem Spielfeld bereit sein, Gras fressen. Gegen Kindsbach haben die Jungs Sand gefressen, nun müssen sie eben in Nanz-Dietschweiler Kunststoff fressen, um die Punkte mit nach Hause zu nehmen.“ In der vergangenen Saison spielte der SV Nanz-Dietschweiler noch in der Landesliga, musste nach einer Saison aber wieder den Rückzug in die Bezirksliga antreten. Davor schaffte die SG in den Duellen beider Teams in Nanz-Dietschweiler im November 2022 ein 3:3, 2021 gab es für Rockenhausen/Dörnbach/Gundersweiler eine 1:6-Klatsche in Nanz-Dietschweiler. 2024 verloren die SG-Akteure mit 2:4 auf dem Sportplatz an der Hauptstraße.

Karl-Heinz Halter kann aller Voraussicht nach auf alle Leistungsträger bauen, die zuletzt gegen den FV Kindsbach die drei Punkte holten. Der SV Nanz-Dietschweiler absolvierte am vergangenen Wochenende noch ein Testspiel. Das Team von Trainer Fabian Lauder bezwang zu Hause den Landesligisten SG Rieschweiler mit 2:1.

Drei in Lauerstellung

Die SG Rockenhausen/Dörnbach/Gundersweiler (44 Punkte) und der SV Nanz-Dietschweiler (43) haben im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg allerdings noch weitere Konkurrenz. Mit dem Tabellendritten SG Eppenbrunn, der zwei Spiele weniger als die SG absolviert hat und bei 41 Zählern steht, dem punktgleichen Ligavierten, den FCK-Portugiesen und dem Fünften Olympia Ramstein (beide 40 Zähler) liegen drei Mannschaften hinter den beiden aktuellen Bezirksliga-Top-Teams in Lauerstellung.

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